Griechenland – Mit einem neuen Paket von Beschäftigungsprogrammen will die griechische Regierung die Einstellung von insgesamt 30.000 Arbeitslosen fördern. Im Mittelpunkt stehen Frauen, Mütter mit Kindern, junge Erwachsene, Menschen ab 55 Jahren und Menschen mit Behinderung. Für bestimmte Stellen sollen Zuschüsse von bis zu 90 Prozent der Lohn- und Sozialversicherungskosten möglich sein.
Arbeitsministerin Niki Kerameos stellte die geplanten Maßnahmen vor, die über die öffentliche Arbeitsverwaltung DYPA umgesetzt werden sollen. Die einzelnen Programme unterscheiden sich bei Zielgruppe, Fördersatz und Laufzeit. Während einige zusätzliche Stellen bereits in bestehende Maßnahmen aufgenommen wurden, werden andere als neue Angebote angekündigt.
5.000 Vollzeitstellen für arbeitslose Frauen
Für arbeitslose Frauen sind 5.000 geförderte Vollzeitstellen vorgesehen. Der Zuschuss soll grundsätzlich 70 Prozent der Lohn- und Sozialversicherungskosten abdecken. Bei langzeitarbeitslosen Frauen sowie bei Müttern mit Kindern bis zum Alter von 15 Jahren kann er auf 80 Prozent steigen.
Die Förderung läuft zunächst über zwölf Monate und kann um weitere drei Monate verlängert werden. Ziel ist es, insbesondere Frauen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt eine reguläre Beschäftigung zu ermöglichen.
Besonders hohe Förderung für 1.000 Stellen im Homeoffice
Ein gesondertes Programm richtet sich auf 1.000 Arbeitsplätze in Telearbeit. Hier sollen für die Dauer eines Jahres bis zu 90 Prozent des Arbeitsentgelts und der Sozialversicherungsbeiträge bezuschusst werden. Damit ist dies der höchste Fördersatz unter den ausdrücklich beschriebenen Maßnahmen.
8.000 weitere Stellen für Arbeitslose zwischen 55 und 74 Jahren
Ausgebaut wird zudem das Beschäftigungsprogramm für ältere Arbeitslose. Zu den bereits vorgesehenen Plätzen kommen 8.000 geförderte Vollzeitstellen hinzu. Insgesamt umfasst diese Maßnahme damit 43.000 Stellen für Menschen im Alter von 55 bis 74 Jahren.
Die Beschäftigung ist auf 24 Monate angelegt. Besonders relevant kann das Programm für Menschen sein, denen bis zum Renteneintritt noch Versicherungszeiten fehlen. Die Teilnahme allein bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche Voraussetzungen für einen Rentenanspruch erfüllt sind.
5.500 Chancen für Berufseinsteiger und mehr kommunale Stellen
Für arbeitslose junge Menschen von 18 bis 29 Jahren ist ein weiteres Programm mit 5.500 geförderten Beschäftigungsplätzen und einer Laufzeit von zwölf Monaten vorgesehen. Es soll den Erwerb erster Berufserfahrung unterstützen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.
Mehr Plätze gibt es auch für Menschen mit Behinderung bei griechischen Kommunen. Die Zahl der geförderten Stellen wurde nach Angaben des Arbeitsministeriums aufgrund der hohen Nachfrage von ursprünglich 1.000 auf 4.000 erhöht.
Für die angekündigten Programme nennt die Mitteilung unterschiedliche Laufzeiten und Fördersätze, jedoch keine einheitlichen Bewerbungsfristen oder Starttermine. Die genannten Zuschüsse beziehen sich auf die Kosten der Beschäftigung und sind nicht mit einer direkten Zahlung in gleicher Höhe an Arbeitslose gleichzusetzen.
Mit Informationen von: Griechisches Arbeitsministerium.