Griechenland – Die Kaufbereitschaft für den Black Friday und Cyber Monday steigt, doch das Vertrauen in die Sonderangebote bleibt begrenzt. Einer Umfrage von EY Griechenland und MRB zufolge wollen 67 Prozent der Befragten Ende November einkaufen. Gleichzeitig bezweifeln 43 Prozent, dass die beworbenen Rabatte tatsächlich echte Preisnachlässe sind.
Der Black Friday fällt in diesem Jahr auf Freitag, den 27. November 2026, der Cyber Monday folgt am Montag, dem 30. November. Laut der ersten Erhebungswelle des „EY Future Consumer Index Griechenland 2026“ ist der Anteil der Kaufwilligen von 50 Prozent im Jahr 2024 über 63 Prozent im Jahr 2025 auf nun 67 Prozent gestiegen. Besonders groß ist das Interesse bei den 30- bis 39-Jährigen mit 76 Prozent, gefolgt von den 18- bis 29-Jährigen mit 72 Prozent.
Wie viel Geld die Verbraucher einplanen
Unter den Befragten, die Einkäufe beabsichtigen, rechnen 39 Prozent mit Ausgaben zwischen 100 und 250 Euro. Weitere 31 Prozent planen zwischen 250 und 500 Euro ein. Mehr als 1.000 Euro wollen lediglich zwei Prozent ausgeben.
Ganz oben auf den Einkaufslisten stehen Kleidung und Accessoires: 61 Prozent interessieren sich dafür, bei den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 74 Prozent. Technologieprodukte und Unterhaltungselektronik folgen mit 59 Prozent. Danach kommen Elektrohaushaltsgeräte mit 42 Prozent, Körperpflege- und Kosmetikprodukte mit 31 Prozent sowie Artikel für Haushalt und Küche mit 27 Prozent.
Die Rabattaktionen führen dabei keineswegs nur zu spontanen Käufen. 26 Prozent wollen Anschaffungen vorziehen, die eigentlich für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen waren. Weitere 25 Prozent haben bestimmte Einkäufe bewusst aufgeschoben, um auf die Angebote zu warten. Zusätzliche, vorher nicht geplante Käufe haben dagegen nur 19 Prozent vor.
Fast jeder Zweite zweifelt an den Preisnachlässen
Die Skepsis ist trotz der steigenden Kaufabsicht erheblich: 43 Prozent fragen sich, ob die Angebote am Black Friday und Cyber Monday wirklich günstiger sind. 24 Prozent meinen zudem, dass gerade die Produkte, die sie interessieren, nur selten reduziert werden.
Für einen Teil der Verbraucher erzeugen die Aktionstage zusätzlichen Druck. 15 Prozent geben an, dadurch mehr auszugeben als ursprünglich geplant. Weitere 14 Prozent empfinden den Kaufdruck als ermüdend oder belastend.
Unter den skeptischen Befragten wünschen sich 35 Prozent einen Einblick in den Preisverlauf eines Produkts. 26 Prozent möchten ausdrücklich den niedrigsten Preis der vergangenen 30 Tage sehen; 23 Prozent wünschen sich eine Bestpreisgarantie.
Onlinehandel und Geschäfte liegen fast gleichauf
Bei der Wahl des Einkaufskanals zeigt sich kein eindeutiger Sieger. 35 Prozent wollen den größten Teil ihrer Einkäufe über griechische oder internationale Onlineshops erledigen. Weitere fünf Prozent bevorzugen Apps und soziale Netzwerke. Demgegenüber planen 34 Prozent, vor allem in Geschäften vor Ort einzukaufen. 21 Prozent möchten ihre Einkäufe ungefähr gleichmäßig auf Onlinehandel und stationäre Läden verteilen.
Thanos Mavros, Partner bei EY Griechenland und Leiter des Bereichs Einzelhandel und Konsumgüter von EY in Südosteuropa, wertet die gestiegene Kaufabsicht trotz des finanziellen Drucks auf die Haushalte als positives Signal. Händler müssten jedoch über die bloße Werbung mit Rabatten hinausgehen und den tatsächlichen Nutzen eines Angebots nachvollziehbar machen.
Achilleas Arvanitis, Partner bei EY Griechenland und Leiter von EY Studio+ in Griechenland und der Region Europe Central, sieht Black Friday und Cyber Monday zunehmend als zusammenhängendes Einkaufserlebnis. Die Verbraucher verbinden demnach beim Einkauf immer häufiger digitale Angebote mit dem Besuch stationärer Geschäfte.
Mit Informationen von: EY Griechenland, MRB.