Kreta – Heftige Regenfälle haben am Montagmorgen auf der griechischen Insel Straßen unter Wasser gesetzt und Erdrutsche ausgelöst. Besonders betroffen sind Gebiete um Heraklion und im Westen Kretas. Im Dorf Tsiskiana rissen starke Flussströmungen Rohre der Wasserversorgung mit sich. Die Bewohner sind dadurch ohne Wasser.
Auch Straßenverbindungen sind betroffen: Auf der Strecke von Kampanos in Richtung Moni ist nach einer örtlichen Meldung die Flussquerung kurz hinter Kampanos im Gebiet Kontarida nicht passierbar. Große Mengen angeschwemmten Materials versperren dort die Durchfahrt.
Starkregen behindert den Verkehr in Heraklion
In der Stadt Heraklion sammelten sich durch den anhaltenden Regen auf mehreren Straßenabschnitten große Wassermengen. Das erschwerte die Fortbewegung. Starke Niederschläge wurden auch aus Mesara, Viannos und der Gemeinde Minoa Pediadas sowie aus Teilen der Regionen Rethymno und Chania gemeldet.
Aus Moires wurde zudem ein ohrenbetäubender Knall im Zusammenhang mit einem Blitz im Stadtzentrum gemeldet.
Überflutete Straße und Felsstürze im Westen Kretas
Im Gebiet der Gemeinde Kantanos-Selino trafen große Regenmengen unter anderem Kountoura und Sougia. Videoaufnahmen zeigen eine überflutete Straße in Kountoura. Bei Sougia strömten Wassermassen mit großer Wucht zum Strand; auch am Fluss Krios wurden reißende Wassermengen dokumentiert.
In Tsiskiana beschädigten die Wassermassen eines Flusses die örtliche Versorgung: Die Strömung riss Wasserleitungsrohre mit und ließ das Dorf ohne Wasser zurück.
In Temenia, Agia Irini und Panochori kam es außerdem zu Erdrutschen und Felsstürzen. Bürgermeister Antonis Perrakis von Kantanos-Selino erklärte gegenüber dem Nachrichtenportal Zarpanews, innerhalb kurzer Zeit sei sehr viel Regen gefallen, der lange angehalten habe. Einsatzteams hätten umgehend mit Räumungsarbeiten begonnen. Größere Probleme seien ihm zu diesem Zeitpunkt nicht gemeldet worden.
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Mit Informationen von: Bürgermeister Antonis Perrakis, Gemeinde Kantanos-Selino.