Griechenland – Die griechische Steuerbehörde AADE untersucht, ob eigene Mitarbeiter in einen Fall mutmaßlicher Steuerhinterziehung und Geldwäsche verwickelt sein könnten. Dazu fordert die Behörde Informationen von der griechischen Polizei und den zuständigen Ermittlungsstellen an. Im Mittelpunkt steht ein Unternehmen aus dem Lebensmittel- und Gastronomiebereich, gegen das bereits ermittelt wird.
Die Prüfung wurde von AADE-Leiter Giorgos Pitsilis angeordnet. Die Abteilung für interne Angelegenheiten der Steuerbehörde richtet schriftliche Anfragen an die zuständigen Polizeidienststellen und Ermittlungsbehörden. Diese sollen Auskunft geben, ob laufende Untersuchungen oder bereits gesammelte Erkenntnisse Hinweise auf eine mögliche Beteiligung bestimmter AADE-Bediensteter enthalten.
Darüber hinaus verlangt die Steuerbehörde, dass ihr sämtliche Beweismittel übermittelt werden, die sich auf eine mutmaßliche Verwicklung eigener Mitarbeiter in den Fall der betroffenen Gastronomiekette beziehen. Damit soll geklärt werden, ob Beschäftigte der Behörde an den untersuchten Vorgängen beteiligt waren.
Gegen das Unternehmen wird wegen des Verdachts auf Steuerhinterziehung und Geldwäsche ermittelt. Ob Mitarbeiter der AADE tatsächlich eine Rolle gespielt haben, ist bislang nicht festgestellt; genau diese Frage ist Gegenstand der internen Untersuchung.
Mit Informationen von: Griechische Steuerbehörde AADE.