Athen – Gemäß der griechischen Mythologie trug die Region Attika ursprünglich den Namen Aktiki, benannt nach ihrem ersten einheimischen König Aktaios. Übersetzt bedeutet dies „das Land mit den vielen Küsten“. Wer im Sommer an die griechische Hauptstadt denkt, hat oft nur das belebte, heiße Zentrum vor Augen. Doch das wahre Sommerleben spielt sich entlang der weitläufigen Küstenfront ab. Anstelle von städtischem Lärm finden Besucher hier endlose Sandstrände, malerische kleine Buchten und tiefblaues Wasser. Bis der eigentliche Sommerurlaub auf den Inseln ansteht, bieten drei ganz besondere Küstenabschnitte an der Athener Riviera die ideale Gelegenheit, der Hitze zu entfliehen und unter dem attischen Himmel zu entspannen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Region Attika bietet kilometerlange Küstenlinien, die eine schnelle Flucht aus dem Athener Stadtzentrum ermöglichen.
- Der Strand von Althea in Koropi versprüht authentisches Kykladen-Flair und bietet Zugang zu einer kleinen vorgelagerten Felseninsel.
- Mikri Chamolia bei Loutsa ist ein unberührter Küstenabschnitt, der für sein stets ruhiges und windgeschütztes Wasser bekannt ist.
Althea in Koropi: Insel-Atmosphäre vor den Toren der Stadt
Ein malerischer kleiner Golf, der die Gedanken sofort auf die idyllischen Kykladeninseln wandern lässt: Das ist der unorganisierte Strand von Althea, der unter den Einheimischen auch als „Skalakia“ (die kleinen Treppen) bekannt ist. Diese versteckte Perle befindet sich in der gleichnamigen Siedlung in Agia Marina, eingebettet in die Gemeinde Koropi. Erreicht wird der Strand nur zwei Minuten nach der örtlichen Kirche, unmittelbar hinter dem Küstenort Varkiza. Ein besonderes Highlight erwartet die Badegäste direkt gegenüber dem Ufer: Dort ragt die kleine Felseninsel Douni aus dem Meer. Das Wasser ist hier so flach, dass Besucher die Insel buchstäblich durch das Meer watend zu Fuß erreichen können.
Charakas bei Keratea: Endloser Sandstrand auf dem Weg nach Sounio
Wer sich auf den Weg zum südlichsten Zipfel Attikas in Richtung des berühmten Kap Sounio macht, passiert kurz vorher die traditionelle Siedlung Charakas. Genau dort erstreckt sich der gleichnamige Strand, der als einer der längsten und weitläufigsten Sandstrände im Einzugsgebiet der Hauptstadt gilt. Das kristallklare Wasser fällt hier besonders flach ab, was den Strand für unterschiedlichste Bedürfnisse attraktiv macht. Besucher haben die Wahl: Entweder sie nutzen die organisierte Infrastruktur mit komfortablen Sonnenliegen und Beachbars, oder sie breiten ihr Handtuch im unberührten Bereich auf dem warmen Sand aus und genießen die friedliche Landschaft in vollen Zügen.
Mikri Chamolia nahe Loutsa: Ein windgeschütztes Naturparadies
Verlässt man den Süden rund um Sounio und bewegt sich an die östliche Küste Attikas, offenbart sich ein weiteres Naturhighlight. Etwas nördlich von Porto Rafti und kurz vor der Hafenstadt Loutsa liegt einer der schönsten, eher ruhigen und naturbelassenen Strände der Region. Der Strandabschnitt gehört zur Siedlung Mikri Chamolia und ist über einen kurzen, befahrbaren Feldweg zu erreichen. Der unschätzbare Vorteil dieser versteckten Bucht liegt in ihrer geschützten geografischen Lage. Selbst wenn an anderen Küstenabschnitten starke Winde wehen, bleibt das Meer in Mikri Chamolia nahezu unberührt und ist fast immer glatt wie ein Spiegel – ideale Bedingungen für ein entspanntes Schwimmerlebnis.