Athen – In den Straßen von Athen, Piräus und den südlichen Vororten der Hauptstadt tauchen derzeit vermehrt junge Möwen auf den Gehwegen auf. Da die griechische Wildtierschutzorganisation ANIMA aktuell stark ausgelastet ist und die Einsatzkräfte nicht flächendeckend für jede Bergung vor Ort sein können, bitten die Experten Anwohner und Passanten um gezielte Mithilfe beim Umgang mit dem gestrandeten Möwen-Nachwuchs.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Sichere Bergung: Gesunde Vögel mit einem Handtuch einfangen und auf dem Hausdach absetzen.
- Alternative am Meer: Ältere und mobile Jungvögel können direkt an den Strand gebracht werden.
- Medizinische Hilfe: Verletzte Möwen in einem Karton mit Luftlöchern zu ANIMA transportieren.
Praktische Schritte für gesunde Jungvögel
Wenn Fußgänger in der Metropolregion auf eine offensichtlich gesunde, aber desorientierte Jungmöwe treffen, empfiehlt ANIMA die sogenannte “Dach-Methode”. Passanten sollen vorsichtig ein großes Handtuch über den Vogel werfen. Dies dient dazu, das Tier sicher und ohne Panik auszulösen zu fixieren. Anschließend wird die Möwe behutsam auf das Dach des nächsten Wohngebäudes getragen. Dort sind die Jungvögel vor städtischen Gefahren geschützt und die Elterntiere können ihren Nachwuchs problemlos wiederfinden.
Für städtische Gebiete, die sich in unmittelbarer Nähe zum Küstenstreifen befinden, gibt es eine weitere praxisnahe Option. Sofern die junge Möwe bereits etwas älter ist, kann sie laut den Tierschützern auch direkt zum nächsten Strand transportiert und auf dem Sand freigelassen werden.
Richtiger Transport von verletzten Tieren
Ein völlig anderes Vorgehen ist erforderlich, wenn der gefundene Vogel offensichtlich verletzt, krank oder behandlungsbedürftig ist. In solchen Notfällen muss das Tier behutsam in einen sauberen Pappkarton gesetzt werden. Dieser Karton muss zwingend mit ausreichend großen Luftlöchern versehen sein, um eine sichere Atmung während des Transports zu gewährleisten.
Mit diesem improvisierten Transportmittel wird das Tier dann auf direktem Weg zu den medizinischen Einrichtungen der Rettungsorganisation ANIMA gebracht. Die Pflegestation für Wildtiere bleibt sieben Tage die Woche geöffnet, um die professionelle Aufnahme und Behandlung der städtischen Patienten sicherzustellen.