Griechenland – Kristallklares Wasser und dichte Wälder, die bis an die Küste reichen: Für Urlauber aus dem deutschsprachigen Raum bieten Strände mit natürlichem Baum-Schatten eine willkommene Alternative zur typischen Sommerhitze. An einigen Küstenabschnitten Griechenlands wachsen die Pinien so nah ans Wasser, dass sich ihre Umrisse auf der Meeresoberfläche spiegeln. Diese Naturlandschaften kombinieren die erfrischende Kühle des Waldes mit dem maritimen Charakter des Mittelmeers. Sieben dieser besonderen Strände stechen dabei durch ihre landschaftliche Beschaffenheit besonders hervor.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Strand Bella Vraka ist aufgrund des flachen Wassers zu Fuß durch das Meer erreichbar.
- Auf Thassos sorgt der feine weiße Marmorkies am Strand Saliara für ein intensives Farbenspiel.
- Die Bucht Koukounaries auf Skiathos grenzt direkt an ein artenreiches Naturschutzgebiet.
Bella Vraka auf Syvota: Zu Fuß durch das smaragdgrüne Meer
An der Westküste Griechenlands, in der Region Epirus gegenüber von Syvota, befindet sich die kleine Insel Mourtemeno. Eine schmale Sandbank verbindet das Eiland mit dem Festland und bildet den Strand Bella Vraka. Das Wasser ist in diesem Bereich so flach, dass Besucher die Insel bequem zu Fuß durch das Meer erreichen können. Der Küstenabschnitt ist nicht klassisch bewirtschaftet, jedoch steht eine schwimmende Bar für Erfrischungen zur Verfügung. Zudem gibt es einen Verleih für Kajaks und Tretboote. Ein schmaler Pfad durch den angrenzenden Wald führt Entdecker zu einem weiteren Strand auf der Insel.
Saliara auf Thassos: Weißer Marmor trifft auf dichten Pinienwald
Die Insel Thassos in der Nordägäis beherbergt mit Saliara einen Strand, der durch seinen Untergrund auffällt. Anstelle von Sand prägen feine, strahlend weiße Kieselsteine das Bild – ein Resultat der nahegelegenen Marmorsteinbrüche. Das Ufer wird von einem dichten, grünen Pinienwald eingerahmt, der sich über die angrenzenden Hänge erstreckt. Die Bucht liegt rund sieben Kilometer von Limenas entfernt. Die Anfahrt erfolgt auf den letzten vier Kilometern über einen anspruchsvolleren Schotterweg, alternativ können Reisende auch per Boot anreisen. Vor Ort finden Urlauber eine bewirtschaftete Strandbar sowie Felsformationen an den Rändern, die sich für Schnorchelausflüge eignen.
Liebesbucht auf Poros: Romantik unter Bäumen
Im Südwesten der Insel Poros im Saronischen Golf liegt das sogenannte “Limanaki tis Agapis” (Liebesbucht). Hier ragen die Äste der Pinien teilweise bis über die Wasseroberfläche hinaus. Am Rande des Strandes verbirgt sich zwischen den Bäumen die kleine Steinkapelle Agia Sophia, die abseits des Badebetriebs einen ruhigen Aussichtspunkt bietet. Die Bucht ist mit Sonnenliegen und Schirmen ausgestattet, wobei das Blätterdach der Bäume den primären Schatten spendet. Eine lokale Kiosk-Einrichtung versorgt die Gäste mit Snacks, Kaffee und Kaltgetränken.
Voutoumi auf Antipaxos: Ankerplatz im transparenten Wasser
Das kleine Eiland Antipaxos im Ionischen Meer zeichnet sich durch eine dichte Vegetation aus. Im Nordosten der Insel befindet sich der Strand Voutoumi, der von steilen grünen Hängen umgeben ist. Die Kombination aus hellem Sand, weißen Kieseln und dem transparenten, türkisblauen Wasser macht diese Bucht zu einem stark frequentierten Ziel für Yachten und Segelboote, die hier in direkter Küstennähe ankern.
Koukounaries auf Skiathos: Strand trifft Naturschutzgebiet
Koukounaries gehört zu den bekanntesten Stränden der Sporaden-Insel Skiathos. Der goldene Sandstrand wird von einem ausgedehnten Pinienwald begrenzt. Neben den typischen Wassersportangeboten und einer organisierten Infrastruktur bietet die Umgebung vor allem naturkundliche Besonderheiten. Ein Fußweg führt durch den Wald direkt zum dahinterliegenden Strofilia-See. Je nach Jahreszeit können Spaziergänger in diesem Feuchtgebiet schwarze Schwäne, Reiher, Kormorane und Wildgänse beobachten.
Schinos auf Ithaka: Eine Meeresbucht wie ein Binnensee
Auf der Insel Ithaka im Ionischen Meer vermittelt der Strand Schinos die optische Illusion eines ruhigen Sees. Zypressen und Pinien stehen nur wenige Meter von der Wasserlinie entfernt, einige Äste ragen direkt in das tiefblaue Wasser. Der schmale Kieselstrand geht fließend in den steinigen Meeresboden über, der sich gut zum Schnorcheln eignet. Da der Platz begrenzt und die Parksituation herausfordernd ist, empfiehlt sich eine frühe Anreise. Vom Rand der Bucht aus beginnt zudem ein Wanderweg zum benachbarten Gidaki-Strand.
Milia auf Skopelos: Grüne Hügel und graue Kiesel
Die Landschaft um den Strand Milia auf Skopelos in den Nördlichen Sporaden wird von kleinen und großen Hügeln dominiert, die dicht mit Pinien bewachsen sind. Der Wald reicht bis an den grauen Kieselstrand heran. Das Wasser ist an diesem Küstenabschnitt außergewöhnlich klar, was gute Sichtverhältnisse für Taucher und Schnorchler an den Felsformationen im Meer schafft. Die Bucht ist unkompliziert mit dem Auto erreichbar und verfügt über eine vollständige touristische Infrastruktur inklusive Strandbar. In den Abendstunden bietet die westliche Ausrichtung zudem ideale Bedingungen, um den Sonnenuntergang zu beobachten.