Chalkidiki – Ein am Donnerstagnachmittag ausgebrochener Waldbrand zwischen Siviri und Kassandra auf der Chalkidiki ist außer Kontrolle geraten. Das Feuer hat bereits mehrere Wohnhäuser zerstört, zu Verletzungen bei Einsatzkräften geführt und umfangreiche Evakuierungsmaßnahmen von Anwohnern sowie Urlaubern über Land und Meer ausgelöst.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 142 Feuerwehrleute und 16 Luftfahrzeuge bekämpfen die massiven Flammen in der Region.
- Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr erlitten bei den Löscharbeiten Verletzungen.
- Evakuierungen finden über den Strand von Siviri mit Booten der Küstenwache statt.
Zerstörte Häuser und dramatische Flucht
Wie der Präsident der örtlichen Gemeinde Kassandreia, Pantelis Chatziandreou, mitteilte, seien bereits Wohnhäuser in Siviri den Flammen zum Opfer gefallen. Zudem bestehe die große Sorge, dass noch Personen in den betroffenen Gebieten eingeschlossen sein könnten. Augenzeugenberichte bestätigen das verheerende Ausmaß vor Ort. Eine Anwohnerin gab an, das Feuer habe direkt auf die Bebauung übergegriffen. Ein weiterer betroffener Bewohner berichtete unter Schock, dass sein gesamtes Haus zerstört worden sei und er lediglich eines seiner Haustiere vor den Flammen retten konnte.
Verletzte Einsatzkräfte und massive Verstärkung
Die Sprecherin der Feuerwehr, Efi Papavramopoulou, bestätigte, dass zwei Einsatzkräfte im Zuge der Löscharbeiten leicht verletzt wurden. Den vorliegenden Informationen zufolge erlitt ein Feuerwehrmann Verbrennungen, während sich ein zweiter eine Beinverletzung zuzog. Um der kritischen Lage Herr zu werden, hat die Feuerwehr ihre Präsenz massiv aufgestockt. Aktuell kämpfen 142 Feuerwehrleute mit 51 Fahrzeugen gegen den Brand. Unterstützt werden die Bodentruppen aus der Luft von neun Löschflugzeugen und sieben Hubschraubern. Zusätzlich stellen die örtlichen Gemeinden Wasserwagen und schwere Baumaschinen zur Verfügung.
Evakuierungen über das Meer und Verkehrschaos
Parallel zur Brandbekämpfung läuft eine groß angelegte Rettungsaktion an der Küste. Vom Strand in Siviri werden Personen über das Meer in Sicherheit gebracht. Daran sind ein Boot der griechischen Küstenwache sowie neun private Schiffe beteiligt, während weitere Einheiten auf dem Weg in das Krisengebiet sind. Zuvor hatte der Zivilschutz über die europäische Notrufnummer 112 Evakuierungsanordnungen verschickt. Personen in der Ortschaft Fourka wurden angewiesen, sich in Richtung Skioni zu begeben, während Menschen in Siviri nach Kassandreia ausweichen sollten. Laut Berichten von Anwohnern führten die Warnmeldungen in Kombination mit der Fluchtwelle jedoch teilweise zu erheblichen Verkehrsstaus, was die schnelle Räumung der Gebiete erschwerte.
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