Kreta – Eine neue Unwetterfront steuert auf Griechenland zu und trifft insbesondere die größte Mittelmeerinsel des Landes. Wie der Nationale Meteorologische Dienst (EMY) in einer amtlichen Unwetterwarnung mitteilte, bleibt Kreta das Zentrum schwerer Wettererscheinungen, die das Land voraussichtlich bis einschließlich Sonntag begleiten werden.
Nach den ersten Unwettern am Donnerstagmittag zeichnet sich nach Angaben der Meteorologen zunächst eine kurze Entspannung ab. Bereits ab Freitagnachmittag setzt jedoch eine erneute Verschlechterung ein, die am Samstag ihren Höhepunkt erreichen soll. Betroffen sind neben Kreta vor allem weite Teile der südlichen Ägäis, wo neben heftigen Niederschlägen auch extreme Winde erwartet werden.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der griechische Wetterdienst EMY sagt bis Sonntag landesweite Unwetter mit Schwerpunkt auf Kreta und der südlichen Ägäis voraus.
- Nach einer vorübergehenden Abschwächung bis Freitagmittag folgt ab Freitagnachmittag und besonders am Samstag eine neue Schlechtwetterwelle.
- Über der Ägäis erreichen die Nordostwinde von Donnerstag bis Samstagnachmittag Sturmstärken von 8 bis 9 Beaufort.
Wetterentwicklung: Kurze Beruhigung vor neuem Starkregen
Die aktuellen Auswertungen des Wetterdienstes zeigen eine zweiphasige Entwicklung des Unwettergeschehens auf Kreta. Am heutigen Donnerstag halten die lokalen Starkregenfälle und Gewitter bis in die Nachmittagsstunden an. Eine relative Wetterberuhigung wird für die Nacht und den Vormittag des Freitags prognostiziert.
Diese Atempause bleibt jedoch von kurzer Dauer. Ab dem späten Freitagnachmittag formieren sich erneut kräftige Regen- und Gewitterzellen über dem Meeresgebiet und ziehen über die Insel. Der Samstag gilt nach Einschätzung der Meteorologen als der kritischste Tag dieser zweiten Welle, bevor die Niederschläge im Verlauf des Sonntags allmählich nachlassen.
Schwere Sturmböen über der Ägäis bis Samstagnachmittag
Neben den Regenmassen sorgt vor allem die Windsituation für erhebliche Risiken im maritimen Bereich. In weiten Teilen der Ägäis wehen nordöstliche Winde, die stellenweise Geschwindigkeiten von 8 bis 9 Beaufort erreichen. Die meteorologische Warnung für diese sehr stürmischen Windverhältnisse gilt durchgehend von Donnerstag bis in den Samstagnachmittag hinein.