Dortmund – Der 23-jährige griechische Offensivspieler Giannis Konstantelias steht unmittelbar vor einem Wechsel zu Borussia Dortmund. Der Spieler ist am Sonntag in der westfälischen Metropole gelandet, um die letzten Formalitäten zu klären und den medizinischen Check zu durchlaufen. Während der Bundesligist einen teuren Neuzugang begrüßt, sorgt der Transfer in der griechischen Heimat des Spielers für erhebliche Unruhe.
Zusammen mit seinem Berater Leonidas Athanasoulas sowie seinem persönlichen Athletiktrainer Vasilis Toloudis begab sich der Nationalspieler direkt zum Trainingsgelände der Borussia. Der Millionen-Deal trifft in Griechenland auf starken Gegenwind, da die Anhänger seines bisherigen Vereins den Zeitpunkt des Verkaufs massiv kritisieren.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Ablösesumme beläuft sich auf insgesamt 32 Millionen Euro, bestehend aus 26 Millionen Euro Fixbetrag und sechs Millionen Euro an Bonuszahlungen.
- Der 23-jährige Konstantelias soll beim BVB ein Jahresgehalt von über drei Millionen Euro erhalten und trifft dort auf seinen Landsmann Konstantinos Karetsas.
- Aus Protest gegen den Verkauf versammelten sich hunderte Anhänger von PAOK Thessaloniki am heimischen Stadion und verlangten eine Aussprache mit dem Vorstand.
Medizincheck bestanden und Details zum Millionen-Transfer
Nach übereinstimmenden Medienberichten sind sich der Spieler und der BVB über die persönlichen Vertragsbedingungen längst einig. Unmittelbar nach seiner Landung am Dortmunder Flughafen um kurz nach 11:00 Uhr Ortszeit absolvierte der Grieche die notwendigen medizinischen und leistungsdiagnostischen Tests. Da sich PAOK Thessaloniki und die Dortmunder Vereinsführung nach stundenlangen Verhandlungen auf das finanzielle Paket verständigt haben, steht lediglich noch die offizielle Bestätigung aus.
Emotionale Worte am Flughafen und Fan-Proteste in Thessaloniki
Noch beim Verlassen des Dortmunder Flughafengebäudes telefonierte Konstantelias per Videoanruf mit Anhängern in Griechenland. Dabei soll er den Fans versichert haben, dass er sie und den Verein weiterhin aufrichtig liebe, bevor er in den bereitgestellten Wagen der BVB-Verantwortlichen stieg. In seiner Heimat schlug die Nachricht des endgültigen Wechsels jedoch hohe Wellen der Empörung.
Am Toumba-Stadion in Thessaloniki kam es zu einer spontanen Versammlung der organisierten Fanszene. Die Anhänger brachten ihre tiefe Unzufriedenheit über den Transfer lautstark zum Ausdruck und forderten ein direktes Gespräch mit Klubbesitzer Ivan Savvidis. Der Unmut richtet sich vor allem gegen das Timing des Deals: PAOK befindet sich in einer sportlich heiklen Phase. Nach dem kürzlichen Aus im europäischen Wettbewerb gegen den belgischen RSC Anderlecht stehen für die Mannschaft nun die entscheidenden Playoff-Spiele in der Conference League gegen den SK Brann an.