Griechenland – Griechenland steht vor der ersten langanhaltenden Hitzewelle des diesjährigen Sommers, bei der die Temperaturen lokal auf über 40 Grad Celsius klettern werden. Die drückende Hitze wird am kommenden Wochenende ihren vorläufigen Höhepunkt erreichen und weite Teile des Landes bis zur Mitte der neuen Woche fest im Griff behalten. Während Urlauber und Einheimische mit der starken thermischen Belastung kämpfen, warnen Meteorologen ab Montag zusätzlich vor einer deutlich steigenden Waldbrandgefahr durch auffrischende Winde.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Erste langanhaltende Hitzewelle des Sommers mit einer Dauer von voraussichtlich sechs bis sieben Tagen.
- Spitzentemperaturen von bis zu 42 Grad, wobei Thessalien und Westgriechenland besonders betroffen sind.
- Erhöhte Waldbrandgefahr ab Montag durch starke Meltemi-Winde in der Ägäis.
Erste anhaltende Hitzewelle des Sommers
Wie Kostas Lagouvardos, Forschungsdirektor am Athener Nationalobservatorium und Leiter der Abteilung METEO, erklärte, handele es sich um die erste Hitzewelle von großer Dauer in dieser Saison. Die Luftmassen über dem Land seien derzeit sechs bis acht Grad wärmer als für die Jahreszeit üblich. Die Höchsttemperaturen werden sich voraussichtlich zwischen 38 und 40 Grad Celsius einpendeln, können jedoch lokal Spitzenwerte von 41 bis 42 Grad erreichen.
Lagouvardos betonte, dass der aktuelle Hitzeeinbruch zwar hinsichtlich der absoluten Höchstwerte nicht als extrem eingestuft werde, die geschätzte Dauer von sechs bis sieben Tagen die körperliche Belastung jedoch erheblich verstärke. Ab Montag wird im Osten und Süden des Landes ein leichter Temperaturrückgang erwartet. In Westgriechenland, Zentralmakedonien und Thessalien werde die Hitze hingegen hartnäckig anhalten.
Regionale Auswirkungen und Tropennächte
Nahezu das gesamte Land, mit Ausnahme sehr hoch gelegener Bergregionen, werde von den hohen Temperaturen erfasst, prognostizierte Christos Giannaros, Assistenzprofessor für Meteorologie an der Universität Ioannina. Besonders stark sei die thermische Belastung in Thessalien, wo das Thermometer die 40-Grad-Marke erreichen dürfte. In der Hauptstadtregion Attika werden Werte um 38 bis 39 Grad erwartet.
Eine besondere Herausforderung stellen die nächtlichen Bedingungen dar. In Teilen Attikas könnte die Temperatur bis spät in die Nacht bei drückenden 29 bis 30 Grad verharren, was die Erholungsphase für den Körper drastisch verkürzt. Die tatsächliche gefühlte Hitzebelastung wird dabei maßgeblich durch Faktoren wie Luftfeuchtigkeit und intensive Sonneneinstrahlung beeinflusst.
Erhöhte Waldbrandgefahr durch Meltemi-Winde
Eine zusätzliche Brisanz erhält die Wetterlage durch die für den griechischen Sommer typischen Meltemi-Winde, die ab dem heutigen Montag deutlich an Kraft gewinnen. Im Süden und Südosten des Landes können die Windböen lokal Stärken von 6 bis 7 Beaufort erreichen. Für die Inselwelt der Ägäis bringt dieser trockene Nordwind zwar eine spürbare Linderung der gefühlten Hitze, gleichzeitig birgt er jedoch enorme Risiken.
Die Kombination aus anhaltend hohen Temperaturen und den starken Winden führt zu einer massiven Austrocknung der Vegetation. Diese beschleunigte Trocknung der ohnehin dürren Brennstoffe am Boden lässt die Gefahr von Wald- und Buschbränden in den kommenden Tagen landesweit rapide ansteigen, weshalb die Behörden zur höchsten Wachsamkeit aufrufen.