Griechenland – Der griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis hat einen mutmaßlichen Hackerangriff auf sein E-Mail-Konto öffentlich gemacht. Unbekannte sollen in seinem Namen Bestellungen für 200 Luxusautos und 25 Schusswaffen verschickt haben. Der Minister erklärte am 6. November 2026, er habe die zuständige Stelle zur Bekämpfung von Cyberkriminalität kontaktiert und werde rechtliche Schritte einleiten.
Nach seinen Angaben wurden über das Konto 150 Porsche Cayenne und 50 Mercedes-Maybach sowie 24 Benelli-Schrotflinten und eine Schusswaffe des Modells Springfield Armory Echelon bestellt. Der Vorfall ereignete sich ausgerechnet an seinem Geburtstag. Ob die angeschriebenen Anbieter auf die ungewöhnlichen Bestellungen reagierten, geht aus seinen Schilderungen nicht hervor.
Was in der Nachricht an Porsche stand
Georgiadis veröffentlichte auf X Bilder der E-Mails. In einer an Porsche gerichteten Nachricht geben sich die Absender ausdrücklich als der Gesundheitsminister aus. Sie erklären, der Kauf sei für ihn selbst und seine Ehefrau Eugenia Manolidou bestimmt. Anschließend fordern sie in auffälliger Großschreibung: „Schicken Sie mir 150 solcher Autos.“ Die Aussage ist aus dem Griechischen übersetzt. Der Text endet mit einem überschwänglichen Dank.
Der Minister kommentierte die Aktion mit Ironie: Er bedankte sich für die originelle Art, ihm zum Geburtstag zu gratulieren. In einem Nachsatz schrieb er sinngemäß, zum Glück habe er keine derartigen unerfüllten Wünsche. Zugleich machte er deutlich, dass er den Vorgang nicht auf sich beruhen lassen wolle.
Warum der Minister die Bestellungen öffentlich machte
Im griechischen Fernsehsender SKAI schilderte Georgiadis, beim morgendlichen Durchsehen der eingegangenen und gesendeten Nachrichten seien die Bestellungen aufgefallen. Er habe den Vorfall veröffentlicht, damit die Unternehmen die Anfragen nicht für echte Käufe hielten und anschließend Geld von ihm verlangten.
Obwohl er im Gespräch über die ungewöhnlichen Bestellungen lachte und die Aktion als großen Spaß bezeichnete, verwies er auch auf die Risiken digitaler Kommunikation. Man müsse generell vorsichtig sein, sagte Georgiadis. Er habe bereits Kontakt mit der griechischen Behörde für die Verfolgung von Cyberkriminalität aufgenommen und rechtliche Schritte angekündigt.