Elafonisos – Im Hafen der südgriechischen Insel Elafonisos hat ein sicherheitsrelevanter Vorfall mit einer Passagierfähre zum Eingreifen der lokalen Behörden geführt. Ein Mann schwamm auf das manövrierende Schiff zu und kletterte über die geöffnete Laderampe an Bord, während die Autofähre aufgrund eines technischen Defekts Anlegeversuche unternahm. Die zuständige Hafenbehörde verhängte daraufhin ein sofortiges Auslaufverbot für das betroffene Fährschiff.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Mann stieg im Wasser über die offene Rampe auf eine fahrende Fähre.
- Ein Maschinenschaden zwang das Schiff zu langen Manövern im Hafenbecken.
- Die Hafenbehörde Neapoli Voion erließ ein Auslaufverbot und leitete Sanktionen ein.
Zeugenbericht und Videoaufnahmen
Nach einem Bericht des griechischen Nachrichtenportals ethnos.gr habe die Fähre, die regulär auf der Route zwischen Elafonisos und Pounta in Lakonien verkehrt, am 30. Juni 2026 erhebliche Probleme beim Anlegen gehabt. Laut einem zitierten Augenzeugenbericht habe das Schiff über 20 Minuten lang verschiedene Manöver im Hafenbecken durchgeführt und sei dabei in gefährliche Nähe zu anderen festgemachten Booten geraten. Während dieser gesamten Versuche sei die Laderampe des Schiffs geöffnet gewesen. Auf veröffentlichten Videoaufnahmen sei zudem zu sehen, wie ein Mann von der Hafenmauer ins Wasser springt, zu der sich noch bewegenden Fähre schwimmt und über die heruntergelassene Rampe an Bord klettert.
Inspektion deckt Maschinenschaden auf
Nach Eingang einer offiziellen Beschwerde am Dienstagnachmittag reagierte die griechische Küstenwache. Beamte der Hafenbehörde von Neapoli Voion sowie Mitglieder des lokalen Schiffsinspektionsteams begaben sich umgehend an Bord der Autofähre, um die Sachlage zu prüfen. Bei der anschließenden technischen Überprüfung stellten die Kontrolleure einen Defekt an der rechten Hauptmaschine fest. Nach Angaben der Behörde hatte der Schiffsmechaniker diesen Schaden während der Fahrt nur provisorisch behoben, was zu den Problemen bei der Steuerung führte.
Auslaufverbot und Sanktionen
Wie das Hafenamt Neapoli Voion offiziell bestätigte, kamen bei dem Vorfall keine Personen zu Schaden. Auch eine Umweltverschmutzung des Hafenbeckens durch austretende Betriebsstoffe konnte ausgeschlossen werden. Dennoch untersagten die Behörden das weitere Auslaufen des Schiffs aus dem Hafen von Elafonisos. Die Fähre darf den Betrieb erst wieder aufnehmen, wenn ein gültiges Seetüchtigkeitszeugnis der zuständigen Klassifikationsgesellschaft vorgelegt wird. Parallel dazu leiteten die Behörden ein Verfahren zur Verhängung verwaltungsrechtlicher Sanktionen gegen die Verantwortlichen ein.