Griechenland – Der griechische Tourismus verzeichnet im ersten Fünfmonatszeitraum 2026 ein kräftiges Wachstum. Wie die aktuellen Daten der Bank von Griechenland zeigen, stiegen die Reiseeinnahmen von Januar bis Mai um 25,8 Prozent auf rund 5,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig kletterte die Zahl der ausländischen Besucher um 20,9 Prozent auf 8,57 Millionen im Vergleich zu den 7,09 Millionen Reisenden des Vorjahres.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die gesamten Tourismuseinnahmen stiegen im ersten Fünfmonatszeitraum auf 5,3 Milliarden Euro.
- Deutschland bleibt mit über 1,2 Millionen Besuchern der wichtigste Quellmarkt.
- Die Ausgaben britischer Urlauber verzeichneten einen massiven Sprung um 50,9 Prozent.
Deutschland bleibt der wichtigste Quellmarkt
Für die griechische Tourismuswirtschaft bleibt Deutschland der zentrale Pfeiler. Die Ankünfte aus der Bundesrepublik stiegen in den ersten fünf Monaten um 13,6 Prozent auf 1.227.200 Reisende. Die finanziellen Einnahmen aus dem deutschen Markt wuchsen hingegen nur minimal um 0,3 Prozent auf 760,8 Millionen Euro. Diese Diskrepanz zeigt, dass zwar deutlich mehr Deutsche nach Griechenland reisen, das Wachstum der Einnahmen jedoch nicht im gleichen Tempo folgt.
Ein etwas dynamischeres Bild zeigte sich im Einzelmonat Mai, in dem die Einnahmen von deutschen Gästen um 4,3 Prozent auf 484,9 Millionen Euro zulegten, während die Ankünfte ein Plus von 14,6 Prozent verzeichneten.
Briten holen bei den Ausgaben massiv auf
Besonders auffällig ist die Entwicklung des britischen Marktes. Urlauber aus dem Vereinigten Königreich sorgten für Einnahmen in Höhe von 736,3 Millionen Euro, was einem enormen Zuwachs von 50,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Mit dieser Summe liegt Großbritannien beim finanziellen Volumen nur noch knapp hinter Deutschland (Abstand von etwa 24,5 Millionen Euro). Auch die Zahl der britischen Gäste stieg rasant um 35,9 Prozent auf 965.700 Personen.
Gegenläufige Trends bei Gästen aus den USA und Frankreich
Eine völlig andere Dynamik weist der US-amerikanische Markt auf. Obwohl die Zahl der amerikanischen Touristen um 2,0 Prozent auf 454.000 sank, kletterten die Einnahmen aus dieser Gruppe um 19,4 Prozent auf 539,0 Millionen Euro. Dieses Wachstum unterstreicht die hohe durchschnittliche Ausgabenbereitschaft der US-Gäste, die trotz leicht rückläufiger Ankünfte deutlich mehr finanzielle Mittel in die Kassen der griechischen Tourismusbranche spülen. Im Mai explodierten die Einnahmen aus den USA sogar um 55,1 Prozent bei nur marginal steigenden Gästezahlen (+1,9 Prozent).
Der französische Markt zeigte sich derweil äußerst ausbalanciert. Die Einnahmen aus Frankreich stiegen um 13,3 Prozent auf 284,5 Millionen Euro, parallel zu einem Zuwachs der Gästezahlen um 13,7 Prozent auf 389.200 Reisende.
Verändertes Konsumverhalten prägt das Reisejahr
Die aggregierten Daten des ersten Fünfmonatszeitraums verdeutlichen, dass der Aufschwung des griechischen Tourismussektors auf einer diversifizierten Basis ruht. Während der deutsche Markt weiterhin die absolute Spitzenposition bei den Ankünften einnimmt, treiben Reisende aus Großbritannien und den USA das Einnahmewachstum der Branche überproportional stark an.