Griechenland – Die Einreichung der Steuererklärungen für das aktuelle Jahr verzeichnet eine signifikante Beschleunigung. Wie die offiziellen Daten der Griechischen Steuerbehörde (AADE) belegen, wurden bis zum 17. April 2026 landesweit bereits über 2,3 Millionen Einkommensteuererklärungen (Formular E1) übermittelt. Der durchschnittliche Nachzahlungsbetrag für steuerpflichtige Bürger liegt in diesem Jahr bei 977 Euro, was eine erhebliche finanzielle Belastung für einen großen Teil der Haushalte darstellt.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Bisher wurden mehr als 2,3 Millionen allgemeine Einkommensteuererklärungen eingereicht.
- Bei 23,74 Prozent der Bescheide wird eine Nachzahlung fällig.
- Die durchschnittliche Steuerschuld beträgt 977 Euro pro Kopf.
- Rund 37,84 Prozent der eingereichten Dokumente enden mit einer Rückerstattung.
- Der Fiskus zahlte bereits 94,6 Millionen Euro an Bürger ohne offene Schulden aus.
Die Bilanz der Steuerbescheide im Detail
Neben den allgemeinen Steuererklärungen erfasst das System auch spezifische Einkunftsarten. Bis Mitte April wurden etwa 530.900 Erklärungen für Mieteinnahmen (E2) sowie über 120.800 Meldungen für Gewerbetreibende und Freiberufler (E3) registriert. Diese Zahlen bestätigen eine frühe und aktive Beteiligung der Steuerzahler im Vergleich zu den Vorjahren. Die Auswertung der bisherigen Daten zeigt ein klares Bild.
Die Verteilung der Steuerbescheide fällt äußerst differenziert aus. Genau 23,74 Prozent der Erklärungen weisen eine Nachzahlung aus, während 37,84 Prozent zu einem Steuerguthaben führen. Die verbleibenden 38,42 Prozent der Bescheide sind sogenannte Nullbescheide, bei denen weder eine Forderung noch eine Erstattung anfällt. In absoluten Zahlen ausgedrückt, belaufen sich die Nachforderungen des Staates auf insgesamt rund 534,0 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen Steuergutschriften in Höhe von 192,5 Millionen Euro, die den Bürgern zustehen. Der Durchschnitt der Steuerschuld verdeutlicht die finanzielle Auswirkung auf den Einzelnen.
Schnelle Abwicklung der Steuerrückzahlungen
Ein besonderes Augenmerk der Behörden liegt in diesem Jahr auf der zügigen Auszahlung von Guthaben sowie der Verrechnung mit bestehenden Verbindlichkeiten. Bislang haben mehr als 446.500 Steuerzahler ihre Erstattung erhalten oder eine direkte Verrechnung ihrer Steuerschulden erfahren. Diese Quote entspricht 94,25 Prozent der relevanten Fälle. Eine beachtliche Leistung der Finanzverwaltung. Das Gesamtvolumen der direkten Erstattungen an berechtigte Personen ohne offene Schulden beläuft sich auf rund 94,6 Millionen Euro.
Die strukturelle Abwicklung dieser Zahlungen erfolgt über verschiedene Kanäle. Der größte Teil, rund 65,8 Millionen Euro, was 67,45 Prozent entspricht, wird über zentrale Verrechnungssysteme und direkte Überweisungen der Steuerbehörde abgewickelt. Weitere 28,2 Millionen Euro (26,52 Prozent) werden von den lokalen Finanzämtern (DOY) bearbeitet und ausgezahlt. Ein sehr geringer Anteil von 0,28 Prozent beziehungsweise etwa 0,6 Millionen Euro betrifft spezielle Erstattungsfälle. Damit bestätigt sich der Trend einer deutlich schnelleren Steuerabwicklung im Vergleich zu vergangenen Steuerjahren.