Griechenland – Griechenland hat sich bei der Nutzung von erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung in der weltweiten Spitzengruppe etabliert. Nach aktuellen Daten liegt der griechische Anteil an grüner Energie nun doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt und fast dreimal so hoch wie der weltweite Mittelwert. Dies geht aus der jährlichen globalen Stromübersicht des energiewirtschaftlichen Thinktanks Ember hervor, die die Entwicklungen der Stromerzeugung aus 215 Ländern für das Jahr 2025 analysiert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Griechenland belegt weltweit den dritten Platz bei der Stromerzeugung aus Solarenergie.
- Der Anteil von Solarstrom im nationalen Strommix stieg auf 22 Prozent.
- Bei der Windenergie erreicht das Land global den neunten Rang.
- 2025 war weltweit das erste Jahr seit 2020 ohne Wachstum bei fossilen Brennstoffen.
Solarstrom und Windkraft: Die genauen Platzierungen im Strommix
Die detaillierte Auswertung zeigt eine deutliche Steigerung der griechischen Photovoltaik-Kapazitäten. Der Anteil der Solarenergie am nationalen Strommix stieg im Jahr 2025 auf 22 Prozent, verglichen mit noch 20 Prozent im Vorjahr. Damit sichert sich Griechenland weltweit den dritten Platz hinter Ungarn mit 27 Prozent und Chile mit 25 Prozent. Zum Vergleich: Der globale Durchschnitt liegt bei lediglich 8,7 Prozent, während die Europäische Union einen Wert von 13,1 Prozent erreicht. Auch in der Pro-Kopf-Erzeugung von Solarstrom positioniert sich das Land stark und belegt mit jährlich 1300 Kilowattstunden den sechsten Platz im internationalen Ranking.
Ähnlich positive Ergebnisse verzeichnet der Sektor der Windkraft, der in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut wurde. Mit einem Anteil von 20 Prozent an der gesamten nationalen Stromerzeugung belegt Griechenland den neunten Platz auf globaler Ebene. Hier liegt der weltweite Durchschnitt bei 8,5 Prozent, während der EU-weite Durchschnitt 17,1 Prozent beträgt. Diese Entwicklung unterstreicht die systematische Umstrukturierung des griechischen Energiesektors, der sich bei der heimischen Stromproduktion zunehmend von traditionellen Energiequellen löst.
Globale Wende: Rückgang der fossilen Brennstoffe im Jahr 2025
Die Fortschritte in Griechenland spiegeln einen breiteren internationalen Trend wider. Laut der Untersuchung entwickelten sich saubere Energiequellen weltweit schnell genug, um die gesamte neue Stromnachfrage im Jahr 2025 zu decken. Dadurch konnte ein weiterer Anstieg der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen abgewendet werden. Historisch gesehen markiert dies das erste Jahr seit 2020 ohne ein Wachstum der fossilen Stromerzeugung und erst das fünfte Jahr in diesem Jahrhundert. Bemerkenswert ist dabei die Entwicklung in China und Indien. Beide Länder, die in der Vergangenheit am stärksten zum globalen Wachstum der fossilen Energieerzeugung beigetragen haben, verzeichneten im Berichtszeitraum einen deutlichen Rückgang, da die Rekordzubauten an sauberer Energie den Nachfrageanstieg übertrafen.
Die treibende Kraft dieser globalen Transformation bleibt die Sonnenenergie. Die Solarenergie deckte im Jahr 2025 drei Viertel des Nettoanstiegs der weltweiten Stromnachfrage ab. Dieser Zuwachs war damit 18-mal größer als jener von Erdgas, welches als einziger fossiler Brennstoff noch ein Wachstum verzeichnete. Um die globale Dimension dieser Verschiebung zu verdeutlichen: Die weltweite Produktion von Solarstrom entspricht mittlerweile exakt dem Volumen der gesamten Stromnachfrage der Europäischen Union.