Griechenland – Im griechischen Register für Kurzzeitvermietungen stehen weniger Immobilien als zuvor. Laut dem Finanzstabilitätsbericht der Bank of Greece vom Oktober 2026 waren im März 2026 203.122 Objekte mit abgeschlossener Registrierung erfasst. Im Jahr 2024 waren es noch 207.572 gewesen. Das entspricht einem Rückgang um 4.450 Objekte beziehungsweise 2,1 Prozent.
Die griechische Zentralbank nennt staatliche Maßnahmen zur Begrenzung der Kurzzeitvermietung als einen Faktor für diese Entwicklung. Aus den Registerdaten geht allerdings nicht hervor, wie viele der nicht mehr erfassten Immobilien tatsächlich wieder auf dem regulären Langzeitmietmarkt angeboten werden.
Registrierungsbeschränkungen in Athen und Thessaloniki
In bestimmten Gebieten von Athen und Thessaloniki gelten Beschränkungen für neue Kurzzeitvermietungsregistrierungen, die von der Regierung bis 2027 verlängert wurden. Für Eigentümer kommen strengere Betriebsvorgaben und unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche steuerliche Pflichten hinzu. Ziel der Maßnahmen ist es auch, den Druck auf den Wohnungsmarkt zu begrenzen.
Eine frühere Studie zur touristischen Belastbarkeit Athens zeigt, dass sich das Wachstum der Kurzzeitvermietungen in betroffenen zentralen Stadtvierteln verlangsamt hat. Die jährliche Zunahme lag 2023 bis 2024 noch bei 18 bis 20 Prozent, im Zeitraum 2024 bis 2025 dagegen bei 1,7 bis 5,4 Prozent. Diese lokalen Zahlen beschreiben ein schwächeres Wachstum, keinen Rückgang der landesweiten Registrierungen.
Wohnungsangebot bleibt trotz Rückgangs knapp
Die Bank of Greece sieht weiterhin strukturelle Hindernisse für ein größeres Wohnungsangebot. Dazu zählen leer stehende Immobilien im Zusammenhang mit privaten Schulden, Objekte als Sicherheiten für notleidende Kredite, komplizierte Eigentumsverhältnisse und hohe Renovierungskosten. Auch der begrenzte Wohnungsneubau schränkt das Angebot ein.
Gleichzeitig steigen die Preise weiter. Im zweiten Quartal 2026 verteuerten sich Wohnungen landesweit im Jahresvergleich um 5,5 Prozent. In Athen betrug der Anstieg 5 Prozent, in Thessaloniki 4,7 Prozent.
Die Regierung versucht mit steuerlichen Anreizen und Fördermaßnahmen für Renovierungen, Eigentümer zur langfristigen Vermietung leer stehender Wohnungen zu bewegen. Die Zentralbank betont, dass dafür insgesamt mehr Wohnraum verfügbar werden muss: durch die Reaktivierung ungenutzter Immobilien und durch zusätzliche Investitionen in den Wohnungsbau.
Mit Informationen von: Bank of Greece.