Griechenland – Im ersten Quartal des Jahres hat Griechenland einen wichtigen Meilenstein in der nationalen Energiewende erreicht. Nach aktuellen Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat stammte mehr als die Hälfte der griechischen Stromproduktion aus erneuerbaren Energiequellen. Damit liegt das Land rund 4,5 Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt und festigt seine Position beim Ausbau einer klimafreundlichen Energieinfrastruktur.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Mehr als 50 Prozent der griechischen Stromproduktion stammen im ersten Quartal 2026 aus erneuerbaren Energien.
- Der EU-weite Durchschnitt bei der grünen Stromerzeugung kletterte auf 45,5 Prozent.
- Die Europäische Union sparte laut IEA im Jahr 2025 rund 51,4 Milliarden Euro durch reduzierte Importe fossiler Brennstoffe ein.
Europaweites Gefälle: Dänemark führt, Tschechien bildet Schlusslicht
Der EU-weite Durchschnitt bei der Nutzung grüner Energie stieg auf 45,5 Prozent, was einem Zuwachs von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Innerhalb der Europäischen Union zeigen sich jedoch enorme nationale Unterschiede bei der Umsetzung der Energiewende. Dänemark führt die Statistik unangefochten an: Das skandinavische Land generiert beachtliche 90 Prozent seines Stroms klimaneutral, wobei der Fokus stark auf der Windkraft liegt. Auf den weiteren Plätzen folgen Portugal mit 82,9 Prozent und Litauen mit 75,7 Prozent. Am unteren Ende der Skala rangiert Tschechien, wo der Anteil erneuerbarer Energien lediglich 12,7 Prozent beträgt. Malta (13 Prozent) und die Slowakei (17,2 Prozent) verzeichnen ähnlich niedrige Werte im europäischen Vergleich.
Windkraft als wichtigster Treiber der europäischen Energiewende
Beim Blick auf die spezifischen Energiequellen zeigt sich europaweit eine klare Präferenz. Die Windenergie dominiert den grünen Strommix mit einem Anteil von 44,9 Prozent – ein Zuwachs von 2,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2025. Wasserkraftwerke tragen 28 Prozent zur klimaneutralen Stromerzeugung bei, während die Solarenergie einen Anteil von 17,3 Prozent erreicht. Brennbare erneuerbare Energieträger spielen mit lediglich 9,4 Prozent eine eher untergeordnete Rolle im europäischen Gesamtsystem.
Fossile Brennstoffe und Kernenergie bleiben relevante Faktoren
Trotz des massiven Ausbaus der Erneuerbaren bleibt Europa weiterhin auch von traditionellen Energiequellen abhängig. Im vergangenen Jahr stieg die aus fossilen Brennstoffen erzeugte Strommenge um 3,2 Prozent an und machte damit 29,6 Prozent der gesamten europäischen Stromproduktion aus. Kernkraftwerke lieferten 23,2 Prozent des europäischen Stroms, was einem leichten Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Gleichzeitig hat die schrittweise Abkehr von fossilen Importen enorme makroökonomische Auswirkungen: Nach Angaben der Internationalen Energieagentur (IEA) sparte die Europäische Union im Jahr 2025 rund 51,4 Milliarden Euro durch die gezielte Reduzierung von Importen fossiler Brennstoffe ein.