Griechenland – Die Hellenische Republik behauptet auch im Jahr 2026 ihre Position als einer der führenden europäischen Reiseziele. Dies geht aus der aktuellen Studie “Travel Trends 2026” hervor, die von Visa in Zusammenarbeit mit Ipsos und dem Payment Innovation Hub durchgeführt wurde. Die Erhebung konzentrierte sich auf Personen aus den Vereinigten Staaten, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Deutschland, die für dieses Jahr eine Reise nach Griechenland planen.
Die gesammelten Daten belegen die anhaltende Resilienz und Attraktivität des Landes auf dem internationalen Reisemarkt. Bemerkenswert ist die hohe Quote an wiederkehrenden Besuchern sowie die konstante Bereitschaft der Touristen, erhebliche finanzielle Mittel für ihren Aufenthalt aufzuwenden. Zudem verdeutlicht die Studie eine fortschreitende Veränderung im Reiseverhalten, welches zunehmend durch die Nutzung digitaler Zahlungsmethoden und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz geprägt wird.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 55 Prozent der geplanten Urlauber waren bereits zuvor in Griechenland.
- Strandurlaub und Kultur sind die Hauptgründe für eine Reise.
- Die Ausgaben pro Person reichen von 1.770 Euro bis über 3.000 Euro.
- Der September ist bei Deutschen der beliebteste Reisemonat.
- Immer mehr Urlauber nutzen KI-Tools für die Reiseplanung.
Die beliebtesten Destinationen und die Dauer des Aufenthalts
Die Untersuchung offenbart deutliche geografische Präferenzen je nach Herkunftsland der Reisenden. Generell zählen die Region Attika, die Insel Kreta, die südliche Ägäis sowie die Ionischen Inseln zu den am stärksten frequentierten Zielen. Während sich US-amerikanische Touristen primär auf Attika (57 Prozent) konzentrieren und dieses Ziel häufig mit der südlichen Ägäis (42 Prozent) oder Mittelgriechenland (36 Prozent) kombinieren, bevorzugen europäische Gäste eindeutig die Inselregionen. Bei Urlaubern aus Großbritannien stehen die Ionischen Inseln (27 Prozent) und Kreta (23 Prozent) hoch im Kurs. Französische Reisende wählen vorwiegend Kreta (39 Prozent), gefolgt von Attika (35 Prozent) und der südlichen Ägäis (26 Prozent). Deutsche Urlauber zieht es der Studie zufolge mit 37 Prozent am häufigsten nach Kreta, während 19 Prozent die südliche Ägäis und 16 Prozent die Ionischen Inseln als primäres Reiseziel ansteuern.
Hinsichtlich der Reisezeit konzentriert sich der Tourismus weiterhin stark auf die klassischen Sommermonate von Mai bis September. Für Touristen aus Deutschland und Großbritannien hat sich der September mit 26 respektive 22 Prozent als bevorzugter Reisemonat etabliert. Franzosen reisen bevorzugt im Juni (19 Prozent) nach Griechenland, während US-Amerikaner ihre Aufenthalte gleichmäßiger über die gesamte Sommersaison verteilen. Die Aufenthaltsdauer teilt sich hälftig: 50 Prozent der Besucher bleiben bis zu sieben Tage, die restlichen 50 Prozent planen einen Aufenthalt von acht oder mehr Tagen, wobei insbesondere bei deutschen Gästen eine Tendenz zu längeren Aufenthalten feststellbar ist.
Hohe Budgets und die Dominanz digitaler Zahlungsmittel
Trotz eines teils angespannten weltwirtschaftlichen Umfelds erweisen sich die Reisebudgets für Griechenland als äußerst stabil. Demnach planen 69 Prozent der Befragten, ihre Ausgaben auf dem Niveau vorheriger Reisen zu belassen, 19 Prozent beabsichtigen sogar eine Erhöhung des Budgets, und lediglich 13 Prozent kalkulieren mit geringeren Ausgaben. Im Durchschnitt investieren die Reisenden rund 11 Prozent ihres jährlichen Einkommens in den Griechenlandurlaub.
Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben verzeichnen dabei Besucher aus den USA mit 3.080 Euro (entspricht 14 Prozent ihres Einkommens), was insbesondere durch eine starke Nachfrage im Segment des Luxustourismus getrieben wird. Deutsche Urlauber kalkulieren mit durchschnittlich 2.168 Euro (10 Prozent des Einkommens), gefolgt von Briten mit 1.900 Euro und Franzosen mit 1.770 Euro.
Bei der Wahl der Zahlungsmittel vor Ort zeichnet sich ein klarer Trend zur Digitalisierung ab. 45 Prozent der Touristen erwarten, ihre Ausgaben in Griechenland mit den gleichen Zahlungsmethoden wie in ihrem Heimatland begleichen zu können. Führend bei der Nutzung digitaler Zahlungen sind französische Reisende (76 Prozent), knapp vor US-Amerikanern (69 Prozent) und Briten (68 Prozent). Selbst bei Gästen aus traditionell bargeldaffinen Märkten wie Deutschland liegt die Nutzung von Kartenzahlungen bei beachtlichen 56 Prozent. Zwar geht ein signifikanter Anteil der Urlauber davon aus, für kleinere, alltägliche Einkäufe Bargeld zu verwenden, bei Transaktionen mit höheren Beträgen bleiben Karten und mobile Wallets jedoch die erste Wahl.
Planungsgewohnheiten und der wachsende Einfluss von KI
Die Reisevorbereitungen der Touristen beginnen in der Regel frühzeitig: Fast 70 Prozent der Besucher organisieren ihren Griechenlandurlaub mindestens zwei Monate vor der geplanten Abreise. Bei der Informationsbeschaffung und Buchung spielen etablierte Plattformen sowie die offiziellen Webpräsenzen von Unterkünften und Destinationen weiterhin die wichtigste Rolle. Gleichzeitig lässt sich eine zunehmende Nutzung von Werkzeugen der Künstlichen Intelligenz beobachten.
Programme wie beispielsweise ChatGPT werden mittlerweile von 14 Prozent der Gesamtheit der Reisenden für die Planung herangezogen, wobei sie vor allem als Inspirationsquelle und zur zeitlichen Optimierung der Reiseroute dienen. Bei Urlaubern aus den Vereinigten Staaten liegt dieser Anteil mit 30 Prozent sogar deutlich höher. Diese Entwicklung unterstreicht die wachsende Bedeutung technologischer Innovationen bei der Gestaltung der individuellen Reiseerfahrung.
Stimmen zur Entwicklung des griechischen Tourismus
Die General Managerin von Visa für Griechenland, Zypern, Malta und Israel, Sevi Vassileva, kommentierte die Ergebnisse der Erhebung. Vassileva konstatierte, dass Griechenland sich weiterhin als widerstandsfähiges und äußerst attraktives Reiseziel behaupte, was sich in einer starken Wiederholungsrate der Besuche und einer konstanten Nachfrage aus den Schlüsselmärkten zeige. Diese Tatsache spiegele sowohl die Qualität der vor Ort gebotenen Erfahrungen als auch die dauerhafte Bindung wider, die das Land zu den Reisenden aufbaue. Ferner bemerkte sie, dass sich die Erwartungshaltungen der Urlauber wandeln und zunehmend nahtlose digitale Bezahlvorgänge sowie nachhaltigere Erlebnisse in den Fokus rücken.
Bea Larregle, SVP und Group Country Manager Southern Europe bei Visa, ergänzte, dass in den gefragtesten europäischen Destinationen eine klare Erwartungshaltung der Touristen festzustellen sei, welche ästhetische Erlebnisse mit reibungslos funktionierenden Zahlungssystemen verknüpfe. Digitale Zahlungsmethoden hätten sich zu einem wesentlichen Bestandteil des modernen Reise- und Konsumverhaltens entwickelt.