Griechenland – Haushalte in Griechenland können für die Heizperiode 2026/27 mit einem um 30 Prozent höheren Heizkostenzuschuss rechnen. Die Unterstützung soll künftig zwischen 130 und 1.560 Euro liegen. Das Antragsportal myThermansi wird voraussichtlich bis zum 10. November 2026 geöffnet. Eine erste Auszahlung ist noch vor Weihnachten vorgesehen.
Die Höhe der Förderung richtet sich weiterhin nach der Postleitzahl und den klimatischen Bedingungen am Wohnort. Damit fallen die Beträge je nach Region und Heizart unterschiedlich aus. Vor dem Hintergrund steigender Ölpreise ist auch ein höherer Vorschuss angekündigt.
Wann das Antragsportal öffnen und die erste Zahlung kommen soll
Die Onlineanträge sollen im ersten Novemberdrittel möglich werden. Eine endgültig bestätigte Öffnung wird in den vorliegenden Angaben nicht genannt. Interessierte können das Portal myThermansi über den Bereich „Anwendungen“ und dort „Beliebte Anwendungen“ aufrufen. Für den elektronischen Antrag zur Aufnahme in das Register der Anspruchsberechtigten werden die persönlichen TAXISnet-Zugangsdaten benötigt.
Über die Anwendung lassen sich Anträge für Heizöl, andere Brennstoffe oder elektrische Energie stellen. Bei Mehrfamilienhäusern können außerdem die auf die einzelnen Wohnungen entfallenden Anteile an den Heizkosten angegeben werden.
Die erste Rate wird voraussichtlich am 23. Dezember 2026 ausgezahlt. Für bisherige Empfänger soll sie 60 Prozent ihres maßgeblichen Förderbetrags ausmachen, für neue Empfänger 50 Prozent. Wegen der angehobenen Förderbeträge soll auch die Vorauszahlung höher ausfallen als im Vorjahr.
Heizkostenzuschuss steigt um 30 Prozent
Der bisherige Mindestbetrag von 100 Euro erhöht sich den Angaben zufolge auf 130 Euro. In besonders kalten Gegenden steigt der bisherige Höchstbetrag von 1.200 auf 1.560 Euro.
Als förderfähige Heizarten werden Heizöl, Lampenpetroleum, Erdgas, Flüssiggas, Biomasse in Form von Pellets und Brennholz genannt. Ebenso sind Klimaanlagen und elektrische Heizkörper in der Aufstellung enthalten.
Welche Beträge in den einzelnen Regionen vorgesehen sind
Die folgenden Beispiele zeigen die bisherigen und die um 30 Prozent angehobenen Beträge für Einpersonenhaushalte. Sie unterscheiden sich sowohl nach Wohnort als auch nach Energiequelle.
| Ort | Heizöl: bisher → neu | Erdgas: bisher → neu | Strom: bisher → neu |
|---|---|---|---|
| Chania (Kreta) | 100 € → 130 € | 100 € → 130 € | 100 € → 130 € |
| Piräus | 100 € → 130 € | 100 € → 130 € | 100 € → 130 € |
| Anthousa (Attika) | 123 € → 160 € | 133 € → 173 € | 155 € → 201 € |
| Malakasa | 135 € → 175 € | 146 € → 190 € | 171 € → 222 € |
| Thessaloniki | 156 € → 203 € | 169 € → 220 € | 198 € → 257 € |
| Ioannina | 186 € → 242 € | 201 € → 261 € | 236 € → 307 € |
| Kato Nevrokopi (Drama) | 270 € → 351 € | 292 € → 380 € | 342 € → 444 € |
| Vigla (Florina) | 426 € → 554 € | 461 € → 599 € | 540 € → 702 € |
Für Haushalte mit Kindern ist ein Zuschlag von 20 Prozent je Kind vorgesehen. In kalten Regionen kommt ein weiterer Aufschlag von 25 Prozent hinzu.
Für eine vierköpfige Familie in Arkadien werden folgende Beispiele genannt: Bei elektrischer Heizung steigt der Betrag von 705 auf 916 Euro, bei Heizöl von 556 auf 723 Euro und bei Erdgas von 603 auf 784 Euro.