Thessaloniki – Nach dem Vorwurf einer 16-jährigen Schülerin, von einem Lehrer beleidigt und geohrfeigt worden zu sein, ist in Thessaloniki ein 58-jähriger Pädagoge festgenommen worden. Der mutmaßliche Vorfall soll sich am Mittwochmorgen, dem 4. November 2026, im Schulkomplex Euklidis ereignet haben. Neben den polizeilichen Ermittlungen wurde eine dienstrechtliche Untersuchung angeordnet.
Die Schülerin gab nach Informationen des lokalen Nachrichtenportals Thestival an, der Lehrer habe sie zunächst beschimpft und anschließend ins Gesicht geschlagen. Die Anschuldigung löste Ermittlungen in der Schule aus. Ob sich der geschilderte Ablauf so zugetragen hat, ist noch nicht geklärt.
58-jähriger Lehrer festgenommen
Polizeibeamte begaben sich nach Bekanntwerden der Anzeige zum Schulgelände, um den Sachverhalt zu untersuchen. Wie die griechische Nachrichtenagentur AMNA berichtete, wurde der 58 Jahre alte Gymnasiallehrer festgenommen. Gegen ihn wurde eine Ermittlungsakte wegen des Vorwurfs einer durch eine Handlung begangenen Beleidigung angelegt.
Der Lehrer soll der zuständigen Staatsanwaltschaft vorgeführt werden. Die polizeilichen Vorermittlungen führt die Dienststelle Toumba-Triandria in Thessaloniki. Eine gerichtliche Entscheidung über den Vorwurf liegt nach den verfügbaren Angaben nicht vor.
Bildungsbehörde ordnet interne Untersuchung an
Auch die zuständige regionale Bildungsdirektion schaltete sich ein. Sie ordnete umgehend eine förmliche dienstrechtliche Untersuchung an, in Griechenland als „Enorki Dioikitiki Exetasi“ (EDE) bezeichnet. Diese soll die genauen Umstände des von der Schülerin gemeldeten Vorfalls klären.
Damit wird der Fall sowohl von der Polizei als auch auf Verwaltungsebene untersucht. Die Beschuldigung gegen den Lehrer ist bislang nicht als erwiesene Tatsache festgestellt.