Griechenland – In zahlreichen Regionen des Landes kämpfen Einsatzkräfte der Feuerwehr, freiwillige Helfer und Anwohner unter erschwerten Bedingungen gegen massive Waldbrände. Die Flammenfronten erstrecken sich über weite Teile des Landes, darunter Porto Germeno und Böotien sowie den südlichen Teil von Rethymno, die Kykladeninsel Paros und die Region Aigialeia auf der Peloponnes. Die Löscharbeiten dauerten in vielen Gebieten die gesamte Nacht an.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Waldbrände wüten in mehreren Regionen, darunter Böotien, Paros, Aigialeia und im Süden Kretas.
- Sturmböen verursachen kontinuierliche Neuentfachungen und behindern die Einsätze am Boden und in der Luft.
- Bewohner bedrohter Siedlungen wurden präventiv in Sicherheit gebracht, teilweise über den Seeweg.
Ausmaß der Zerstörung in Wohn- und Naturgebieten
Die unkontrollierten Brände haben in den betroffenen Regionen bereits erhebliche Sachschäden verursacht. Wie aus den Einsatzgebieten gemeldet wird, wurden zahlreiche Wohnhäuser, gewerbliche Einrichtungen sowie Fahrzeuge durch das Feuer zerstört. Darüber hinaus fielen Tausende Hektar an dichtem Wald sowie landwirtschaftlichen Nutzflächen den Flammen zum Opfer. Die genaue Schadensbilanz steht noch aus, da viele Brandherde weiterhin aktiv sind und das Betreten der betroffenen Zonen für Gutachter noch nicht möglich ist.
Ein wesentlicher Faktor bei der Ausbreitung der Feuer sind die anhaltenden Sturmböen. Die starken Winde fachen die Glutnester immer wieder an und treiben die Flammenfronten schnell voran. Diese extremen meteorologischen Bedingungen erschweren die Koordinierung der Rettungsmaßnahmen erheblich. Sowohl die Bodentruppen der griechischen Feuerwehr als auch die eingesetzten Löschflugzeuge und Hubschrauber operieren an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit, da die starken Winde gezielte Wasserabwürfe aus der Luft massiv behindern.
Präventive Evakuierungen zum Schutz der Bevölkerung
Aufgrund der schnellen Ausbreitung der Brände und der direkten Bedrohung für mehrere Ortschaften sahen sich die zuständigen Behörden gezwungen, umfangreiche Räumungen anzuordnen. In mehreren Regionen wurden die Bewohner der gefährdeten Gebiete präventiv evakuiert, um den Schutz von Menschenleben zu gewährleisten. Da das Feuer in einigen küstennahen Bereichen Fluchtwege über das Straßennetz abschnitt, mussten Rettungskräfte und Küstenwache auf Evakuierungen über das Meer zurückgreifen, um die Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen.