Griechenland – Fahrgäste von und zu den beiden größten griechischen Verkehrsflughäfen müssen sich in Kürze auf spürbare Preiserhöhungen einstellen. Für Taxifahrten zwischen den Innenstädten und den Airports in Athen sowie Thessaloniki werden die gesetzlich festgelegten Pauschaltarife angehoben. Urlauber, Geschäftsreisende und Pendler werden an den Terminals tiefer in die Tasche greifen müssen, während der reguläre innerstädtische Taxiverkehr von den neuen Tarifen unberührt bleibt.
Der Basistarif für Taxifahrten im übrigen Straßenverkehr bleibt sowohl für den einfachen Tarif als auch für den Nachttarif unverändert. Ebenso tastet die Neuregelung den Mindestfahrpreis nicht an, der weiterhin stabil bei 4 Euro liegt. Die bevorstehenden Anpassungen konzentrieren sich somit ausschließlich auf die speziellen Pauschalregelungen für Flughafenverbindungen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Flughafen Athen: Die Pauschale ins Stadtzentrum steigt bei Tag auf 50 Euro und nachts auf 65 Euro.
- Flughafen Thessaloniki: Fahrten ins Zentrum verteuern sich um jeweils drei Euro auf 28 Euro tagsüber und 38 Euro in der Nacht.
- Unveränderte Basispreise: Der reguläre Taxitarif sowie der Mindestpreis von vier Euro bleiben bestehen.
Höhere Festpreise für Athen und Thessaloniki
Am internationalen Flughafen Eleftherios Venizelos in Athen betragen die Aufschläge zehn Euro pro Fahrt. Wer künftig tagsüber mit dem Einzeltarif zwischen dem Airport und dem Zentrum der Hauptstadt pendelt, zahlt 50 Euro statt der bisherigen 40 Euro. Für Fahrten im doppelten Nachttarif klettert die Festpreispauschale von 55 auf 65 Euro. Damit verteuert sich der Transfer zum wichtigsten Drehkreuz des Landes um jeweils ein Fünftel beziehungsweise knapp 18 Prozent.
Auch am nordgriechischen Flughafen Makedonia in Thessaloniki greift die Erhöhung, wenngleich moderater. Für Fahrten zwischen dem Flughafengelände und dem Stadtgebiet wird der Tagestarif von 25 auf 28 Euro angehoben. In den Nachtstunden steigt der Betrag von 35 auf 38 Euro. Dies entspricht einem pauschalen Plus von exakt drei Euro je Strecke.
Steigende Betriebskosten belasten das Taxigewerbe
Die Preisanpassungen erfolgen vor dem Hintergrund stark gestiegener Belastungen für die Fahrer und Taxiunternehmen. Ausschlaggebend für die Maßnahme sind vor allem die anhaltend hohen Ausgaben für Treibstoffe und Fahrzeugunterhalt. Nach Berechnungen aus der Branche führt bereits ein täglicher Kraftstoffmehraufwand von 5 Euro über den Monat hinweg zu einer zusätzlichen Belastung von rund 100 Euro pro Fahrzeug. Andere laufende Betriebskosten sind in diesem Rechenbeispiel noch nicht enthalten, weshalb der Anpassungsdruck bei den langen Transferfahrten besonders hoch war.