Griechenland – Ausländische Touristen bewerten ihren Aufenthalt in Griechenland im zweiten Quartal 2026 überwiegend positiv. Wie aus einer aktuellen Auswertung des griechischen Tourismusinstituts INSETE hervorgeht, erreicht das Land eine Durchschnittsnote von 9,2 und übertrifft damit den europäischen Schnitt. Während Gäste aus den Vereinigten Staaten besonders hohe Bewertungen vergeben, zeigen sich Urlauber aus europäischen Kernmärkten wie Deutschland, Italien und Frankreich etwas zurückhaltender, bescheinigen dem griechischen Tourismusprodukt jedoch weiterhin ein hohes Niveau.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Griechenland erzielt in der Gesamtwertung 9,2 Punkte, während der europäische Durchschnitt bei 8,9 liegt.
- Touristen aus Deutschland und Italien bewerten ihren Urlaub im Schnitt mit 8,8 von 10 Punkten.
- Menschliche Faktoren wie Gastfreundschaft (9,6) punkten am stärksten, während Nachhaltigkeit (8,4) abfällt.
Amerikaner an der Spitze, Europäer kritischer
Die Daten, die auf Online-Bewertungen von Reiseportalen und Reisevermittlern basieren, zeichnen ein klares Bild der internationalen Gästestruktur. An der Spitze der Zufriedenheitsskala stehen Reisende aus den USA, die ihr Urlaubserlebnis mit herausragenden 9,5 von 10 Punkten bewerten. Dicht darauf folgen Urlauber aus Großbritannien mit einer Wertung von 9,3.
Etwas niedriger fallen die Noten der wichtigsten europäischen Herkunftsländer aus. Gäste aus Deutschland und Italien vergeben im Schnitt 8,8 Punkte, Frankreich liegt knapp dahinter bei 8,7. Dennoch bleibt die Gesamtbilanz für Griechenland äußerst positiv. Mit einem Gesamtwert von 9,2 liegt das Land über dem europäischen Durchschnitt (8,9) und bewegt sich auf Augenhöhe mit oder über direkten Konkurrenten: Kroatien erreicht 9,2, Portugal 9,0, während Italien und Spanien auf 8,9 kommen. Die Hauptstadt Athen sticht mit einer überdurchschnittlichen Bewertung von 9,3 besonders positiv hervor.
Gastfreundschaft und Preise überzeugen, Mängel bei Nachhaltigkeit
Bei der detaillierten Betrachtung der Reiseaspekte schneiden das kulinarische Angebot (9,3), Kultur und Sehenswürdigkeiten (9,2) sowie das Erleben am Meer (9,1) durchweg stark ab. Das absolute Alleinstellungsmerkmal des griechischen Tourismus bleibt jedoch das Personal. Die Qualität der Gastfreundschaft und des Service erreicht einen Spitzenwert von 9,6. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis (Value for Money) wird von den Besuchern mit 9,1 als sehr gut eingestuft.
Die Studie offenbart allerdings auch Schwachstellen, die den positiven Gesamteindruck leicht trüben. Die niedrigsten Bewertungen finden sich in den Bereichen Nachhaltigkeit (8,4) sowie Sauberkeit und Hygiene, die von den Gästen lediglich mit 8,3 Punkten bewertet wurden.
Überraschungen im regionalen Vergleich
Die regionale Aufschlüsselung der Bewertungen zeigt ein differenziertes Bild, bei dem weniger bekannte Destinationen die klassischen Touristenhochburgen teilweise überholen. Die höchsten Zufriedenheitswerte verzeichnen Thessalien und Westmakedonien mit jeweils 9,5 Punkten, gefolgt von Westgriechenland und den Kykladen (9,4).
Weite Teile des Landes, darunter Attika, Zentralmakedonien, Ostmakedonien und Thrakien, Epirus, die Ionischen Inseln und die Peloponnes, bewegen sich mit Werten zwischen 9,2 und 9,3 nah am nationalen Durchschnitt. Etwas schwächer, wenn auch auf hohem Niveau, schneiden beliebte Ziele wie Kreta, Mittelgriechenland, die nördliche Ägäis und die Dodekanes ab, deren Bewertungen sich zwischen 9,0 und 9,1 einpendeln.