Griechenland – Die Zahl der Einbrüche in Wohn- und Geschäftsgebäude innerhalb der Europäischen Union ist in den vergangenen zehn Jahren um mehr als ein Drittel gesunken. Wie aus neuen Daten von Eurostat hervorgeht, fiel die Gesamtzahl der registrierten Fälle zwischen 2014 und 2024 um 35 Prozent auf rund 1,2 Millionen Einbrüche. Trotz dieses positiven europäischen Trends bleibt die Sicherheitslage regional sehr unterschiedlich: Während Griechenland einen massiven Rückgang verzeichnet, weisen Länder wie Österreich und Deutschland weiterhin hohe Belastungen für Immobilienbesitzer auf.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Rückgang in Europa: Die Gesamtzahl der Einbrüche in der EU sank innerhalb einer Dekade um 35 Prozent.
- DACH-Region im Fokus: Österreich verzeichnete 2024 die europaweit höchste Einbruchsquote pro Kopf.
- Positive Entwicklung in Griechenland: Die Fallzahlen fielen um 71 Prozent im Vergleich zum Spitzenjahr 2015.
Österreich und Deutschland als Schwerpunkte für Einbrecher
Ein genauer Blick auf die europäische Statistik offenbart ein deutliches Gefälle zwischen den Mitgliedsstaaten. Österreich verzeichnete im Jahr 2024 mit 700 Fällen pro 100.000 Einwohner die höchste Einbruchsquote in der gesamten EU. Dicht dahinter folgten Schweden mit 601 und Luxemburg mit 568 Vorfällen pro 100.000 Einwohner. Auch wenn die Quoten das Risiko pro Kopf widerspiegeln, zeigt die Betrachtung der absoluten Zahlen ein anderes Bild: Frankreich ist das am stärksten betroffene Land in Europa mit über 300.000 Einbrüchen jährlich. Deutschland folgt knapp dahinter auf dem zweiten Platz, während Spanien mit rund 143.000 registrierten Taten pro Jahr deutlich dahinter liegt.
Griechenland und Osteuropa mit massiven Rückgängen
Deutlich weniger Delikte wurden im Osten und Süden Europas registriert. Litauen wies mit lediglich 24 Einbrüchen pro 100.000 Einwohner die geringste Quote auf, gefolgt von Bulgarien (46) und der Slowakei. Diese drei Länder blieben als einzige in der EU unter der Marke von 100 Fällen. Gleichzeitig verzeichnete Litauen mit einem Minus von 79 Prozent den stärksten Rückgang seit 2014. Bulgarien folgte mit 78 Prozent. Griechenland sicherte sich den dritten Platz dieser positiven Statistik: Hier gingen die Einbruchszahlen im Vergleich zu ihrem Höhepunkt im Jahr 2015 um beachtliche 71 Prozent zurück. Im Gegensatz dazu fielen die Rückgänge in Spanien (21 Prozent) und Frankreich (23 Prozent) laut Berechnungen von Europe in Motion deutlich geringer aus.
Europäer setzen verstärkt auf private Sicherheitstechnik
Parallel zu den sinkenden Kriminalitätsraten rüsten europäische Bürger und Unternehmen ihre Immobilien massiv auf. Daten des EU Trade Explorer zeigen, dass die Produktion von Alarmsystemen in der EU zwischen 2015 und 2025 von 30,1 Millionen auf 68,3 Millionen Einheiten gestiegen ist. Ein Beispiel für diesen Trend liefert das Central Statistics Office aus Irland: Dort kletterte die Nutzung von Sicherheitstechnik wie Alarmanlagen, Videoüberwachung und verstärkten Türen von 17 Prozent im Jahr 2022 auf 30 Prozent im Jahr 2024. Nach Angaben der Beratungsgesellschaft Berg Insight sind in der EU, Großbritannien, der Schweiz und Norwegen mittlerweile rund 20 Millionen Alarmsysteme installiert. Dies entspricht einer Marktdurchdringung von 8 Prozent. Zum Vergleich: In Nordamerika ist die Dichte an Alarmanlagen mit 24 Prozent dreimal so hoch.