Dominikanische Republik – Bei einem überaus tragischen Vorfall in der Dominikanischen Republik hat der 22-jährige “Survivor”-Teilnehmer Stavros Floros lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der junge Mann wurde beim Speerfischen von einem herannahenden Touristenboot schwer getroffen, was schließlich zur medizinisch notwendigen Amputation seines linken Beines führte. Das dramatische Unglück ereignete sich außerhalb der offiziellen Drehzeiten für die Reality-Show, deren Ausstrahlung bis auf Weiteres vollständig ausgesetzt wurde.
Die Situation vor Ort bleibt weiterhin äußerst kritisch, während die behandelnden Ärzte ununterbrochen um die Stabilisierung des Patienten kämpfen. Neben dem massiven Eingriff am linken Bein erlitt der junge Mann auch erhebliche Verletzungen am rechten Knöchel, die nun durch eine Reihe von komplexen Operationen rekonstruiert werden sollen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der 22-jährige Stavros Floros verlor bei einem Bootsunfall sein linkes Bein.
- Der Unfall ereignete sich beim privaten Speerfischen nahe der Insel Saona.
- Der TV-Sender SKAI hat die Ausstrahlung von “Survivor” sofort gestoppt.
- Eine sofortige medizinische Rückholung nach Griechenland ist aktuell nicht möglich.
Boot rammt Taucher vor der Insel Saona
Den vorliegenden Berichten aus der griechischen und lokalen Presse zufolge, näherte sich am Sonntag, den 11. Mai, ein Touristenboot mit dem Namen “Adrien III” der Unfallstelle. Das Boot sei am Morgen in der Werft von Bayahibe eingetroffen, kurz nachdem sich das Unglück vor der Küste der Insel Saona ereignet hatte. Dieser Bereich grenzt unmittelbar an die Zonen, in denen die regulären Dreharbeiten für das Fernsehformat stattfinden.
Der Kapitän des involvierten Schiffes gab gegenüber den lokalen Behörden an, dass er sich auf dem Weg zu einer regulären Touristenexkursion zur Insel befunden habe. Dabei habe das Boot den tauchenden Griechen versehentlich erfasst. Wie aus den Schilderungen des Kapitäns weiter hervorgeht, soll der 22-Jährige ohne die vorgeschriebene Markierungsboje getaucht sein, weshalb er an der Wasseroberfläche offenbar nicht rechtzeitig zu erkennen war.
Mutter bangt um das Leben des 22-Jährigen
Die unmittelbaren Folgen des Zusammenstoßes waren verheerend. Wie die Mutter des Verunglückten gegenüber griechischen Medienberichten schilderte, habe ihr Sohn eine enorme Menge an Blut verloren. Er sei nach dem Aufprall für etwa 20 Minuten im Wasser verblieben, bevor er gerettet und medizinisch versorgt werden konnte. Dieser massive Blutverlust habe den anfänglichen Gesundheitszustand zusätzlich dramatisch verschlechtert.
Obwohl sich der junge Mann weiterhin in einem sehr ernsten Zustand befindet, haben die Ärzte signalisiert, dass die ersten entscheidenden 48 Stunden für den weiteren Verlauf seiner Genesung in Kürze abgeschlossen sein werden. Um ihrem Sohn in dieser schweren Zeit beizustehen, reist die Mutter gemeinsam mit ihrem Ehemann am morgigen Tag direkt in die Dominikanische Republik.
Gesundheitsminister ordnet Prüfung der Rückholung an
Der Fall hat mittlerweile auch die höchsten politischen Kreise in Griechenland erreicht. Am Morgen des Dienstags, den 12. Mai, meldete sich der griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis zu Wort. Er bestätigte offiziell, dass die griechischen Behörden vollumfänglich über den Vorfall informiert seien und die Situation genauestens überwachen.
Trotz der Bereitschaft des Staates ist eine zeitnahe Verlegung des Patienten derzeit ausgeschlossen. Der Minister betonte ausdrücklich, dass der junge Mann aufgrund seines hochsensiblen Zustands vorerst nicht in seine Heimat transportiert werden könne. “Wir sind bereit, ihn jederzeit wie jeden griechischen Bürger zurückzuholen”, versicherte das Gesundheitsministerium, sobald die medizinischen Voraussetzungen für einen solchen Langstreckenflug erfüllt sind.
TV-Sender zieht Konsequenzen und pausiert Ausstrahlung
Der zuständige griechische Fernsehsender SKAI reagierte umgehend auf die erschütternden Nachrichten aus der Karibik. In einer offiziellen Stellungnahme drückte der Sender sein tiefstes Bedauern aus und sicherte dem Teilnehmer sowie dessen Familie seine uneingeschränkte Unterstützung zu. Dabei stellte der Sender klar, dass die Produktion der Sendung ausschließlich unter der Kontrolle und Verantwortung der Produktionsfirma Acun Medya liege.
Dennoch werde man die gesundheitliche Entwicklung des Teilnehmers sehr genau verfolgen. SKAI verpflichtete sich zudem, bei der medizinischen Versorgung und den anstehenden Rehabilitationsmaßnahmen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln zu helfen. Bis die genauen Ursachen und Umstände dieses tragischen Unfalls lückenlos aufgeklärt sind, bleibt die Ausstrahlung des Programms im griechischen Fernsehen vollständig ausgesetzt.
Quelle: Ant1 – athina984