Griechenland – Angesichts der bevorstehenden Hochphase der Waldbrandsaison erhält Griechenland massive operative Unterstützung aus dem europäischen Ausland. Im Rahmen des Vorstationierungsprogramms des Europäischen Zivilschutz-Mechanismus (UCPM) werden ab Mitte Juli insgesamt 245 Feuerwehrleute in verschiedenen Regionen des Landes eintreffen. Die internationalen Einsatzkräfte sollen die griechische Feuerwehr bei der Bekämpfung von verheerenden Waldbränden unterstützen und gleichzeitig den gemeinsamen Wissenstransfer stärken.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 245 Feuerwehrleute aus Frankreich, Moldawien, Rumänien und Tschechien verstärken Griechenland.
- Die Stationierung erfolgt gestaffelt vom 16. Juli bis zum 15. September 2026 an drei strategischen Stützpunkten.
- Ein europaweiter Teilnehmerrekord von 777 Rettern markiert den bislang größten Zivilschutzeinsatz des Programms.
Strategische Stationierung und Vorbereitung in den Stützpunkten
Die motorisierten Einheiten aus Frankreich, Moldawien, Rumänien und der Tschechischen Republik werden ab dem 16. Juli und bis zum 15. September 2026 phasenweise einsatzbereit sein. Als strategische Stützpunkte der griechischen Feuerwehr dienen dafür die Stützpunkte in Attika/Nea Makri, Thessaloniki und Patras. Das Hauptziel der internationalen Initiative besteht darin, im Ernstfall eine schnelle Erstbekämpfung von Brandherden zu gewährleisten und die lokalen Einsatzkräfte effektiv zu entlasten.
Neben der reinen Brandbekämpfung liegt der Fokus des Programms auf gemeinsamen Übungen unter realen Bedingungen. Um einen reibungslosen Ablauf im Krisenfall zu garantieren, wurden im Vorfeld umfassende administrative und operative Vorbereitungen getroffen. Bereits Ende Mai organisierte die griechische Feuerwehr ein gemeinsames Bildungsseminar für die Verbindungsoffiziere der ausländischen Missionen. Zudem fand vom 17. bis zum 19. Juni 2026 in Athen ein spezielles Vorbereitungsseminar für die Führungskräfte (Team Leader) der eintreffenden Einheiten statt.
Griechenland als Hauptstützpunkt und kontinentale Rekordbeteiligung
Wie die zuständigen Behörden betonen, nimmt die hellenische Republik bereits seit fünf Jahren kontinuierlich an diesem europäischen Zivilschutzprogramm teil. Im Jahr 2022 beherbergte das Land zudem das offizielle Pilotprojekt. Auch in diesem Jahr stellt Griechenland das Hauptzielland dar und empfängt die größte Anzahl an Feuerwehrleuten innerhalb des gesamten EU-Mechanismus. Gleichzeitig zeigt sich das Programm so umfassend wie nie zuvor: Insgesamt 777 Feuerwehrleute aus 14 Ländern beteiligen sich in diesem Jahr an der Vorstationierung, die neben Griechenland auch in Frankreich, Spanien, Italien, Zypern und Portugal stattfindet.
Das Zivilschutzkonzept basiert auf Gegenseitigkeit. Im Rahmen des Programms entsendet die griechische Feuerwehr zwei spezialisierte Einheiten der Sondereinheit für forstwirtschaftliche Einsätze (EMODE) mit insgesamt 21 Einsatzkräften ins Ausland. Vom 1. bis zum 15. Juli 2026 unterstützen die griechischen Retter ihre Kollegen im südfranzösischen Gignac nahe Montpellier. Ein weiterer Einsatz erfolgt vom 1. bis zum 15. September 2026 auf der Forststation Platania im Bezirk Limassol auf Zypern, um dort die lokalen Löschkräfte abzusichern.