Griechenland – Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, ist in ganz Griechenland der Ochi-Tag. Der Nationalfeiertag erinnert an die Zurückweisung eines italienischen Ultimatums im Jahr 1940. Behörden, Schulen und die meisten Geschäfte bleiben geschlossen; zugleich prägen Gedenkfeiern und Paraden den Tag. In Athen gibt es wegen der Veranstaltungen Einschränkungen im Nahverkehr.
Der 28. Oktober ist nach Artikel 60 des griechischen Gesetzes 4808/2021 ein verpflichtender gesetzlicher Feiertag. Für Unternehmen, die an Sonn- und Feiertagen normalerweise ruhen, gilt grundsätzlich ein Beschäftigungsverbot. Gesetzlich vorgesehene Ausnahmen bleiben möglich.
Warum Griechenland den Ochi-Tag feiert
Am frühen Morgen des 28. Oktober 1940 forderte das faschistische Italien von Griechenland, italienischen Truppen den Zugang zum Land zu gewähren. Der damalige Ministerpräsident und Diktator Ioannis Metaxas lehnte die Forderung ab. Noch am selben Tag begann der italienische Angriff. Griechische Soldaten kämpften daraufhin unter schwierigen Bedingungen an der Front in Epirus und im Pindos-Gebirge.
„Ochi“ (griechisch „Όχι“) bedeutet „Nein“ und wurde zum Symbol der griechischen Gegenwehr. 2026 jährt sich der Beginn des griechisch-italienischen Krieges zum 86. Mal. Anders als der Nationalfeiertag am 25. März, der mit dem griechischen Unabhängigkeitskampf verbunden ist, erinnert der 28. Oktober an den Widerstand im Zweiten Weltkrieg.
Was am 28. Oktober geschlossen bleibt
Für den Alltag bedeutet der Feiertag, dass öffentliche Dienststellen und Schulen nicht regulär geöffnet sind. Auch der Einzelhandel bleibt weitgehend geschlossen. Die gesetzlichen Regelungen sehen jedoch Ausnahmen für bestimmte Betriebsarten und Tätigkeiten vor. Der Feiertag bedeutet deshalb nicht, dass ausnahmslos jedes Geschäft oder jede Dienstleistung geschlossen sein muss.
Wer am Mittwoch Besorgungen erledigen oder eine Einrichtung besuchen möchte, sollte die konkreten Öffnungszeiten prüfen. Das gilt besonders dort, wo Sonderregelungen gelten oder der Betrieb von lokalen Entscheidungen abhängt.
Parade in Thessaloniki und wetterbedingte Absagen
In Thessaloniki fand am Mittwoch die große Parade militärischer und ziviler Einheiten zum Nationalfeiertag statt. Nach Angaben des griechischen Verteidigungsministeriums verfolgten Staatspräsident Konstantinos Tasoulas, Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis und Verteidigungsminister Nikos Dendias die Veranstaltung. Auch Einheiten aus Zypern und den USA waren vertreten.
Nicht alle örtlichen Feierlichkeiten konnten stattfinden. Die Gemeinde Penteli im Großraum Athen sagte die Paraden und Veranstaltungen in ihren drei Gemeindebezirken am 28. Oktober wegen schlechten Wetters ab. Das zeigt, dass sich lokale Festprogramme kurzfristig ändern können.
Metro und Straßenbahn in Athen mit Änderungen
Für Athen hatte die Verkehrsgesellschaft STASY angekündigt, dass die Metrostation Syntagma ab 8:00 Uhr auf polizeiliche Anordnung geschlossen wird. Züge sollten den Bahnhof ohne Halt passieren. Auf der Straßenbahnlinie 6 war ab 8:00 Uhr die Haltestelle Fix als vorläufige Endstation vorgesehen; die Linie 7 sollte ab 9:00 Uhr vorübergehend an der Haltestelle SEF enden. Die regulären Verbindungen sollen nach Abschluss der Feierlichkeiten wiederhergestellt werden.
Der Verkehrsverbund OASA kündigte für Mittwoch ab 10:00 Uhr außerdem zeitweise Umleitungen bei Bus-, Oberleitungsbus- und Straßenbahnlinien im Stadtgebiet an. Die Änderungen sollen bis zum Ende der polizeilichen Verkehrsmaßnahmen gelten. Aktuelle Hinweise der Verkehrsbetriebe sind deshalb für Fahrten durch das Zentrum besonders wichtig.
Mit Informationen von: Griechisches Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit, Generalsekretariat für Handel, griechisches Bildungsministerium, griechisches Verteidigungsministerium, STASY, OASA, Gemeinde Penteli.