Griechenland – Ein abrupter Wetterumschwung hat am heutigen Mittwoch weite Teile des griechischen Festlands erfasst und bringt nach Tagen intensiver Hitze kräftige Regenfälle sowie Gewitter. Betroffen von den teils intensiven Niederschlägen sind vor allem die zentralen Regionen des Landes, Thessalien sowie die Region Attika rund um die Hauptstadt Athen, wo ab dem Mittag mit Schauern gerechnet werden muss.
Nach Angaben der nationalen Meteorologen und des griechischen Wetterdienstes EMY zieht die Unwetterfront von Norden nach Süden über das Land. Obwohl die vorhergesagten Regenmengen nicht zwingend als extrem eingestuft werden, warnten Experten davor, dass lokal auftretender Starkregen in kurzer Zeit zu erheblichen Problemen im Straßenverkehr und zu kurzzeitigen Überschwemmungen führen kann. Insbesondere in den landwirtschaftlich geprägten Ebenen von Thessalien und in den nördlichen Teilen von Zentralgriechenland ist erhöhte Vorsicht geboten.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Wetterumschwung: Heftige Regenfälle und Gewitter lösen die sommerliche Hitzeperiode auf dem griechischen Festland ab.
- Gefahrenzonen: Der Fokus der Niederschläge liegt auf Zentralgriechenland, Thessalien und der Region Attika inklusive Athen.
- Temperaturen und Wind: Die Höchstwerte sinken leicht auf maximal 34 Grad Celsius, während auf der Ägäis starke Winde bis Stärke 6 Beaufort wehen.
Meteorologen mahnen zur Vorsicht in Thessalien
Wie aus den Veröffentlichungen der griechischen Wetterexperten in den sozialen Medien hervorgeht, zeigen sowohl das amerikanische GFS-Modell ως auch das europäische ECMWF-Modell übereinstimmend verstärkte Signale für erhebliche Niederschlagsmengen in der erweiterten Region Zentralgriechenlands. Vor allem in Thessalien, einer Region, die in der Vergangenheit bereits von schweren Überschwemmungen betroffen war, wird die Situation genau beobachtet. Die lokalen Behörden und Einwohner wurden aufgerufen, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen, da die Kanalisationssysteme bei plötzlichen Sturzbächen schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen könnten.
Neben den zentralen Landesteilen sind auch der Norden Griechenlands sowie die Region rund um die zweitgrößte Stadt Thessaloniki von dichter Bewölkung und vereinzelten Gewittern betroffen. Auch im Westen des Landes und auf den Ionischen Inseln kam es bereits in den Morgenstunden zu Schauern, wobei hier gegen Abend mit einer raschen Wetterbesserung gerechnet wird. Auf den Kykladen, den Dodekanes-Inseln und auf Kreta bleibt es hingegen weitgehend heiter und trocken, allerdings sorgen dort Nordwinde mit einer Stärke von bis zu 6 Beaufort für unruhige See.
Rückblick auf die extreme Hitze am Dienstag
Der Wetterumschwung folgt auf einen extrem heißen Dienstag (16.06.2026), an dem an zahlreichen Messstationen des Nationalen Sternwarten Athen (meteo.gr) die 35-Grad-Marke überschritten wurde. Die absoluten Höchstwerte wurden in den Regionen Theben (Thiva) und Stylida mit amtlich gemessenen 35,3 Grad Celsius registriert. Insgesamt verzeichneten rund 49 Prozent der 582 aktiven automatischen Wetterstationen im Land Temperaturen von über 30 Grad Celsius, was der normalen Norm für Mitte Juni entspricht.
Die Durchschnittstemperatur der Höchstwerte lag am Dienstag bei 29,6 Grad Celsius und damit nur unwesentlich höher als am Vortag. Mit dem Einsetzen der Regenfront am Mittwoch sinken die Temperaturen nun landesweit leicht. In den meisten Regionen bewegen sich die Spitzenwerte zwischen 30 und 32 Grad Celsius, während im Landesinneren örtlich noch bis zu 34 Grad Celsius erreicht werden können. In den höher gelegenen Gebieten der Region Epirus bleibt es mit Werten, die rund zwei bis drei Grad niedriger liegen, spürbar kühler.
Ausblick: Beruhigung zum Wochenende und neuer Temperaturanstieg
Für die kommenden Tage zeichnet sich eine langsame Stabilisierung der Wetterlage ab. Am Donnerstag (18.06.2026) kann es in den Morgenstunden auf den Sporaden und der Insel Evia (Euböa) noch zu vereinzelten Regenschauern kommen, bevor sich im Laufe des Nachmittags vor allem über den Gebirgen des Peloponnes lokale Wärmegewitter bilden. Die Winde frischen in der Ägäis weiter auf und können in Böen lokale Spitzenwerte von bis zu 7 Beaufort erreichen. Die Temperaturen bleiben mit maximal 33 Grad weitgehend stabil.
Am Freitag und Samstag setzt sich das überwiegend heitere Sommerwetter wieder durch. Lediglich in den Bergen Nord- und Westgriechenlands bleibt das Risiko für kurze, nachmittägliche Schauer bestehen. Der Wind auf dem Meer bleibt stürmisch, was insbesondere für den Fährverkehr von Bedeutung sein könnte. Zum Sonntag (21.06.2026) prognostiziert der Wetterdienst schließlich ein Abklingen der Niederschläge und einen erneuten, leichten Anstieg der Temperaturen im gesamten Land.