Griechenland – Reisende und Pendler in Griechenland müssen sich am Freitag, dem 1. Mai 2026, auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr einstellen. Aufgrund landesweiter Streikmaßnahmen zum Tag der Arbeit werden die Metro-Linien 1, 2 und 3 sowie die Straßenbahn (Tram) in der Hauptstadt Athen den gesamten Tag über nicht verkehren. Auch der Schiffsverkehr und das nationale Schienennetz sind von den 24-stündigen Arbeitsniederlegungen betroffen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Metro und Tram: Kompletter Stillstand von Betriebsbeginn bis Betriebsende.
- Busse (OASA): Eingeschränkter Betrieb nur zwischen 09:00 Uhr und 21:00 Uhr.
- Eisenbahn: Landesweiter Ausfall aller Züge, inklusive der Vorortbahn (Proastiakos).
- Fähren: 24-stündiger Streik legt alle Schiffsklassen in griechischen Häfen lahm.
Eingeschränkter Busverkehr und Totalausfall bei der Metro
In der griechischen Hauptstadt Athen werden die Schienenverkehrsmittel der STASY vollständig bestreikt. Die Mitarbeiter der Metro-Linien 1 (ehemals ISAP), 2 und 3 sowie des gesamten Tram-Netzes folgen dem Aufruf der Gewerkschaften und legen die Arbeit für volle 24 Stunden nieder. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, muss auf den Busverkehr ausweichen, der jedoch ebenfalls nur zeitweise zur Verfügung steht.
Die Gewerkschaft der OASA-Busfahrer nimmt mit Teilstreiks an den Mobilisierungen teil. Am Freitag bleiben die Busse von Betriebsbeginn bis 09:00 Uhr morgens in den Depots. Ein zweiter Streikblock beginnt am Abend um 21:00 Uhr und dauert bis zum Ende der jeweiligen Schicht an. In der Zeitspanne zwischen 09:00 Uhr und 21:00 Uhr soll der Busverkehr weitgehend regulär verlaufen, um die Teilnahme an den Kundgebungen zu ermöglichen und die Grundmobilität zu sichern. Das Syndikat betont in seiner offiziellen Mitteilung, dass der 1. Mai ein Tag des Kampfes für die Rechte der Arbeiterklasse sei.
Schienennetz und Schifffahrt: Stillstand zu Wasser und zu Land
Die Eisenbahner beteiligen sich ebenfalls geschlossen an dem Ausstand, was den gesamten nationalen Bahnverkehr der Hellenic Train zum Erliegen bringt. Dies betrifft neben den Intercity-Verbindungen auch die Vorortbahnen (Proastiakos). Bereits am Vorabend, Donnerstag, den 30. April 2026, kommt es zu Anpassungen im Fahrplan. Mehrere späte Verbindungen werden durch Busse ersetzt. Betroffen sind unter anderem die Strecke Athen-Chalkida (Zug 2534 um 22:28 Uhr), die Route Flughafen-Tavros (Zug 1239 um 23:32 Uhr) sowie Verbindungen zwischen Magoula und Kiato.
Besonders hart trifft der Streik den maritimen Sektor. Die Panhellenische Seeleute-Föderation (PNO) hat einstimmig eine 24-stündige Arbeitsniederlegung für alle Schiffskategorien beschlossen. Der Streik beginnt am Freitag um 00:01 Uhr und endet um 24:00 Uhr. In diesem Zeitraum finden keine Fährverbindungen zu den griechischen Inseln statt. Die Seeleute fordern unter anderem eine bessere Absicherung des Lebens auf See, würdige Arbeitsbedingungen und die Erneuerung der Kollektivverträge. Reisende, die für diesen Tag Fährtickets gebucht haben, werden aufgefordert, sich umgehend mit ihren Reisebüros oder den Reedereien in Verbindung zu setzen.