Kreta – Berichte über Cyberangriffe auf gewerbliche Kühl- und Tiefkühlanlagen sorgen im griechischen Lebensmittelsektor für Besorgnis. Angreifer sollen sich aus der Ferne Zugriff auf elektronische Steuerungen verschafft und die Temperatureinstellungen verändert haben. Nach Angaben der Fernsehsendung LIVE NEWS wurden entsprechende Vorfälle in Athen und auf Kreta gemeldet.
Hinweise auf ähnliche Fälle gibt es dem Bericht zufolge auch aus Arta und Ioannina. Diese Angaben werden als Hinweise geschildert, nicht als unabhängig bestätigte Vorfälle.
Manipulierte Kühlung kann Lebensmittelbestände gefährden
Im Mittelpunkt der Angriffe stehen elektronische Systeme, die die Temperatur in Kühlanlagen von Lebensmittelbetrieben regeln. Durch einen unbefugten Fernzugriff können die Einstellungen so verändert werden, dass eingelagerte Waren nicht mehr unter den erforderlichen Bedingungen aufbewahrt werden.
Betroffen sein sollen unterschiedliche Bereiche des Marktes: Lebensmittelhändler, Unternehmen mit Tiefkühlprodukten und Logistikbetriebe. Techniker berichteten von einzelnen Fällen mit besonders schweren Folgen, bei denen ganze Warenbestände zerstört worden seien.
Kältetechniker auf Kreta berichtet von 110 Grad
Der Kältetechniker Giannis Angelakis schilderte Angriffe auf Kühlanlagen von Unternehmen auf Kreta. Nach seiner Darstellung hätten Hacker mithilfe eines Virus die Temperatur auf 110 Grad erhöht und dadurch Schäden verursacht. Die Angabe stammt aus seiner Schilderung; nähere technische Angaben dazu, wie dieser Temperaturwert zustande kam, liegen in dem Bericht nicht vor.