Griechenland – Eine spürbare Hitzewelle steht Griechenland bevor. Nach neuesten Wetterprognosen steigen die Temperaturen am kommenden Wochenende landesweit deutlich an, wobei in einigen Regionen Werte von 38 bis 39 Grad Celsius erreicht werden. Zur Monatsmitte hin wird sogar mit der ersten 40-Grad-Marke des Sommers gerechnet. Gleichzeitig sorgt das Aufeinandertreffen von extremer Trockenheit, hoher Hitze und starken Winden in der Ägäis für eine drastisch erhöhte Waldbrandgefahr.
Nach Angaben griechischer Meteorologen führt die aktuelle Wetterlage zu einem ausgeprägten Sommermuster mit intensiver Hitze, insbesondere während der Mittags- und Nachmittagsstunden. Besonders betroffen sind das Landesinnere von Zentralmakedonien, Thessalien und das westliche griechische Festland. Aufgrund der spezifischen topografischen Gegebenheiten werden jedoch auch auf den Urlaubsinseln Kreta und Rhodos sehr hohe Temperaturen erwartet. Parallel dazu frischt der traditionelle Sommerwind „Meltemi“ in der Ägäis auf Windstärken von 5 bis 6 Beaufort auf, während die Nordwinde im Ionischen Meer ebenfalls an Intensität zunehmen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Die Temperaturen steigen am Wochenende auf bis zu 39 Grad und erreichen zur Monatsmitte mancherorts die 40-Grad-Marke.
- Starke Winde in der Ägäis (5 bis 6 Beaufort) verschärfen in Kombination mit der Hitze das Waldbrandrisiko erheblich.
- Die Hitzewelle ist zeitlich begrenzt, da kühlere Luftmassen vom Balkan eine lang anhaltende Extremhitze voraussichtlich verhindern.
Regionale Temperaturprognosen im Überblick
Die mittelfristige Analyse, die auf den Ensemble-Daten des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) basiert, zeigt eine detaillierte Entwicklung für die kommenden Tage in den wichtigsten Städten und Regionen des Landes:
In der Hauptstadt Athen ändert sich das Wetter ab dem Wochenende merklich. Die Durchschnittsprognosen deuten auf eine Stabilisierung der Temperaturen um die 35 Grad Celsius hin, wobei die Modellstreuung auch noch höhere Werte nicht ausschließt. In Thessaloniki wird ein schrittweiser Anstieg erwartet, bei dem sich die Höchstwerte konstant im Bereich von 34 bis 35 Grad Celsius bewegen.
Ein besonders deutliches Wärmesignal zeigt sich in Larissa. Dort steigt das Quecksilber rasant an und die Durchschnittswerte werden im Schatten voraussichtlich die 35-Grad-Marke erreichen oder überschreiten. In Patras verläuft die Umstellung deutlich milder, mit einem schrittweisen Anstieg auf etwa 33 bis 34 Grad Celsius. Die größte Temperaturstabilität verzeichnet Heraklion auf Kreta, wo sich die Höchstwerte relativ konstant zwischen 30 und 33 Grad Celsius bewegen werden.
40 Grad in Sicht, aber mit klarem Ablaufdatum
Der schrittweise Temperaturanstieg gilt als Vorbote für eine noch heißere Phase im weiteren Verlauf der zweiten Julihälfte. Die Wetterdienste überwachen intensiv den Transport warmer Luftmassen in die Region, die für die ersten Spitzenwerte von bis zu 40 Grad Celsius sorgen dürften.
Die Experten geben jedoch insoweit Entwarnung, als dass diese intensive Hitzephase keine lange Dauer haben wird. Kühlere Luftmassen, die sich vom Balkan in Richtung Süden bewegen, sollen die Heißluft verdrängen. Dadurch wird – zumindest nach aktuellem Stand bis zum 20. Juli – die Etablierung einer langanhaltenden und extremen Hitzewelle über dem Land verhindert.