Zakynthos – Nach der Notlandung und dem Brand eines Kampfjets musste der internationale Flughafen auf der griechischen Insel vorübergehend den Betrieb einstellen. Der Vorfall am Donnerstagnachmittag führte zu massiven Flugausfällen und Umleitungen, die mitten in der Hochsaison tausende Reisende trafen, während der Pilot das Flugzeug unverletzt verlassen konnte.
Das Wichtigste auf einen Blick
- F-16-Kampfjet gerät nach Notlandung ohne ausgefahrenes Fahrwerk in Brand.
- Flugbetrieb auf Zakynthos ausgesetzt, Passagiermaschinen auf Nachbarinseln umgeleitet.
- Weiträumige Sperrung wegen möglicher Freisetzung der hochgiftigen Chemikalie Hydrazin.
Notlandung ohne Fahrwerk
Gegen 13:45 Uhr Ortszeit am Donnerstag verzeichnete ein F-16-Kampfjet auf einem routinemäßigen Trainingsflug ein unerwartetes technisches Problem. Der Pilot steuerte umgehend den Flughafen Zakynthos für eine Notlandung an. Die Maschine setzte ohne ausgefahrenes Fahrwerk auf der Piste auf, wodurch die enorme Reibung sofort ein Feuer entfachte. Der Pilot reagierte blitzschnell und verließ das brennende Cockpit sicher. Die eintreffende Feuerwehr brachte den Brand zügig unter Kontrolle. Wie der britische Sender BBC berichtete, gehört das Flugzeug zur 335. Staffel des 116. Kampfgeschwaders vom Luftwaffenstützpunkt Araxos im Westen Griechenlands.
Flugausfälle und Hydrazin-Gefahr
Das auf der einzigen Start- und Landebahn blockierte Flugzeug brachte den zivilen Luftverkehr zum Erliegen. Alle Abflüge wurden ausgesetzt, zahlreiche ankommende Maschinen mussten auf benachbarte Flughäfen umgeleitet werden, während tausende Touristen in den Terminals festsaßen. Der reguläre Betrieb konnte erst nach der sicheren Bergung des Wracks durch Spezialteams wieder anlaufen. Besondere Vorsicht war aufgrund der Chemikalie Hydrazin geboten, die Notstromsysteme der Jets antreibt. Bei einer Leckage entstehen hochgiftige Dämpfe, weshalb die Behörden umgehend eine weiträumige Sicherheitszone einrichteten.
Ermittlungen zur Unfallursache
Experten untersuchen derzeit die genauen Ursachen der Störung. Einem Bericht der Tageszeitung Kathimerini zufolge könnte eine Fehlfunktion des Radsystems den Unfall ausgelöst haben. Der Zwischenfall auf Zakynthos trifft Reisende in einer Saison, in der bereits der berühmte Navagio-Strand aufgrund einer erhöhten Erdrutschgefahr vollständig für die Öffentlichkeit gesperrt bleibt.