Aspropyrgos – In einem Industriegebiet in Aspropyrgos, einer stark industrialisierten Gemeinde westlich von Athen, ist am Dienstagmorgen ein Großbrand in einem Ersatzteilwerk ausgebrochen. Bei dem Vorfall erlitten nach offiziellen Angaben insgesamt acht Personen Brandverletzungen und mussten umgehend in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Drei der Verletzten befinden sich in einem kritischen Zustand und werden künstlich beatmet. Die genauen Umstände, die zu dem Brandausbruch gegen 08:00 Uhr führten, sind derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Bei einem Brand in einem Ersatzteilwerk erlitten acht Personen Verbrennungen.
- Drei Schwerverletzte müssen in Spezialkliniken künstlich beatmet werden.
- Ein Großaufgebot von 75 Feuerwehrleuten ist mit Spezialtechnik im Einsatz.
Medizinische Versorgung der Brandverletzten
Die Verletzten wurden auf verschiedene Fachkliniken im Großraum Athen verteilt. Wie die zuständigen Gesundheitsbehörden mitteilten, wurden sieben der Betroffenen in das Krankenhaus Thriasio in Elefsina eingeliefert. Zwei dieser Patienten erlitten derart schwere Verbrennungen, dass sie intubiert werden mussten und sich in einem ernsten Zustand befinden. Drei weitere Personen zogen sich lediglich leichte Verletzungen zu und können voraussichtlich noch im Laufe des Tages entlassen werden. Zwei zusätzliche Verletzte, die selbstständig die Notaufnahme aufgesucht hatten, konnten das Krankenhaus bereits wieder verlassen.
Ein weiterer Schwerverletzter wurde zunächst in das Universitätskrankenhaus Attiko gebracht. Auch dieser Patient musste aufgrund seines ernsten Zustands intubiert werden. Es ist geplant, ihn für eine spezialisierte Behandlung zeitnah in die Abteilung für schwere Brandverletzungen des Krankenhauses KAT zu verlegen, das in Griechenland als zentrales Referenzzentrum für traumatologische Notfälle gilt.
Großaufgebot der Feuerwehr im Industriegebiet
Um die Flammen in der Fabrikanlage unter Kontrolle zu bringen, leitete die griechische Feuerwehr einen massiven Löscheinsatz ein. Nach Angaben der Behörde sind aktuell 75 Einsatzkräfte mit 20 Löschfahrzeugen vor Ort. Um der besonderen Gefahrenlage in der Industriezone gerecht zu werden, wurden zusätzlich vier Spezialfahrzeuge angefordert.
Dabei handelt es sich laut Feuerwehr um zwei reguläre Gelenkmastfahrzeuge, ein spezielles Gelenkmastfahrzeug, das üblicherweise bei Bränden in Erdölraffinerien zum Einsatz kommt, sowie einen speziellen Gerätewagen zum Wiederauffüllen von Atemschutzgeräten. Die Löscharbeiten dauern an, während parallel die Ursachenforschung durch die Brandsachverständigen eingeleitet wird.