Attika – Wer in der griechischen Region Attika eine neu gebaute Wohnung mit 100 Quadratmetern sucht, muss im Durchschnitt mit einem Angebotspreis von 456.000 Euro rechnen. Das entspricht 4.560 Euro pro Quadratmeter. Je nach Lage liegen die Richtwerte allerdings weit auseinander: In einzelnen Gemeinden werden für dieselbe Wohnfläche bis zu 756.000 Euro verlangt. Das zeigen Daten des Immobiliendatenanbieters ReDataset.
Besonders die südlichen Vororte Athens bleiben ein stark nachgefragter Markt. Die Nachfrage von neuen Bewohnern, Investoren und Bauträgern geht dort nach den vorliegenden Angaben mit weiter steigenden Preisen einher. Für Haushalte mit mittlerem Einkommen werden viele dieser Standorte dadurch schwer erschwinglich.
So viel kosten 100 Quadratmeter Neubau in Attika
Die höchsten durchschnittlichen Angebotspreise auf Ebene der Teilregionen verzeichnet der Südsektor Athens mit 502.000 Euro für eine Neubauwohnung von 100 Quadratmetern. Der Nordsektor folgt mit 479.000 Euro, der Zentralsektor mit 452.000 Euro. Deutlich darunter liegen der Westen Athens und die Gegend um Piräus.
| Teilregion | Preis für 100 m² Neubau |
|---|---|
| Südsektor Athens | 502.000 € |
| Nordsektor Athens | 479.000 € |
| Zentralsektor Athens | 452.000 € |
| Ostattika | 406.000 € |
| Piräus | 377.000 € |
| Westsektor Athens | 347.000 € |
Auf Gemeindeebene fallen die Unterschiede noch größer aus. In Vari-Voula-Vouliagmeni liegt der Richtwert für 100 Quadratmeter Neubau bei 756.000 Euro. Es folgen Glyfada mit 640.000 Euro, Alimos mit 600.000 Euro, Filothei-Psychiko mit 582.000 Euro, Kifisia mit 548.000 Euro und Elliniko-Argyroupoli mit 536.000 Euro.
Am unteren Ende der erfassten Gemeinden stehen Spata-Artemida mit 301.000 Euro und Keratsini-Drapetsona mit 315.000 Euro. Für Paiania und Ilion werden jeweils 333.000 Euro genannt. Es handelt sich bei diesen Werten um beispielhafte Angebotspreise, nicht um nachgewiesene Verkaufspreise.
Die meisten neuen Bauprojekte werden in Ostattika erfasst
Bei den erfassten Neubauprojekten steht Ostattika an der Spitze. ReDataset nennt dort 694 neue Einträge und einen Anteil von 36 Prozent. Danach folgen der Nordsektor Athens mit 343 Projekten, der Südsektor mit 222, der Zentralsektor mit 211, der Westsektor mit 141, Westattika mit 105 und Piräus mit 86.
Unter den einzelnen Gemeinden führt Athen mit 102 neuen Projekteinträgen knapp vor Pallini mit 100. Im Südsektor liegt Glyfada mit 63 Einträgen vorn. Die Zahl der Projekte lässt allerdings für sich genommen keinen Schluss auf die Anzahl der Wohnungen zu, die dabei entstehen könnten.
Auch die landesweiten Wohnungspreise steigen weiter
Die Angebotsdaten aus Attika stehen neben einem weiterhin steigenden allgemeinen Preisniveau für Wohnungen in Griechenland. Nach vorläufigen Angaben der Bank von Griechenland lagen die nominalen Wohnungspreise im zweiten Quartal 2026 um durchschnittlich 5,5 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresquartal. Im Gesamtjahr 2025 hatte die Steigerung 8,3 Prozent betragen, nach 9,1 Prozent im Jahr 2024; die Angaben für 2025 wurden revidiert.
Für neue Wohnungen mit einem Alter von bis zu fünf Jahren errechnete die Zentralbank im zweiten Quartal 2026 einen Jahresanstieg von 6,2 Prozent. Bei älteren Wohnungen waren es 5,0 Prozent. Im Gesamtjahr 2025 waren die Preise für neue Wohnungen um 7,8 Prozent gestiegen, nach 10,2 Prozent 2024. Bei älteren Wohnungen lag der Anstieg 2025 bei 8,6 Prozent, nach 8,4 Prozent im Jahr zuvor.
Regional erhöhte sich der Wohnungspreisindex im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 5,0 Prozent in Athen, 4,7 Prozent in Thessaloniki, 5,4 Prozent in den anderen Großstädten und 7,1 Prozent in den übrigen Gebieten Griechenlands. Für das Gesamtjahr 2025 lagen die entsprechenden, revidierten Zuwächse bei 6,6, 9,7, 10,3 und 9,6 Prozent.
In allen städtischen Gebieten zusammengenommen stiegen die Wohnungspreise im zweiten Quartal 2026 um 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr; für das Gesamtjahr 2025 betrug die revidierte durchschnittliche Steigerung 7,9 Prozent. Marktbeobachter rechnen laut den vorliegenden Angaben damit, dass der Preisanstieg noch nicht beendet ist.
Mit Informationen von: ReDataset, Bank von Griechenland.