Kalamata – In mehreren Orten der griechischen Region Messinien auf dem Peloponnes wird die Evakuierung wegen eines angenommenen Waldbrands geprobt. Die Gemeinden Kalamata und West-Mani organisieren dafür die groß angelegte Zivilschutzübung „Mantinia 2026“. Geplant sind zeitweilige Straßensperrungen und eine Rauchsimulation; möglicherweise kommen auch Sirenen und Lautsprecherdurchsagen zum Einsatz.
Die Übung ist für Dienstag von 10 bis 12 Uhr angesetzt. Sie soll insbesondere die Abläufe bei einer organisierten Evakuierung der Bevölkerung im Fall eines großen Waldbrands auf die Probe stellen. Auch Einwohner der betroffenen Gegend wirken als Darsteller mit.
Fünf Orte im Evakuierungsszenario
Das Szenario umfasst die fiktive Evakuierung von Einwohnern und Besuchern aus Charavgi, Sotirianika und Megali Mantinia in der Gemeinde West-Mani sowie aus Mikri Mantinia und Alimoneika in der Gemeinde Kalamata. Personen, die bei der simulierten Evakuierung Hilfe benötigen, sollen zu einer vorübergehenden Betreuungsstelle im Almyros-Park in Verga gebracht werden.
Wo Straßen vorübergehend gesperrt werden
Für den sicheren Ablauf sind zeitweilige Verkehrsregelungen vorgesehen. An der Kreuzung in Mikri Mantinia, an der eine Straße zur Küstenortschaft Avia und die andere in Richtung Kampos und Stavropigio führt, soll der Verkehr unterbrochen werden. Auch an der Abzweigung nach Sotirianika ist eine kurze Straßensperrung geplant.
Zur Darstellung des angenommenen Feuers sollen Rauchkörper eingesetzt werden. Zudem könnten Sirenen zu hören sein und Warnmeldungen über Lautsprecher verbreitet werden. Diese Maßnahmen gehören zum Übungsszenario.
Behörden, Einsatzkräfte und Freiwillige beteiligt
An „Mantinia 2026“ arbeiten die Feuerwehr, die griechische Polizei, der Rettungsdienst EKAB, die Küstenwache und Organisationen des freiwilligen Zivilschutzes mit. Beteiligt sind die Kalamata-Ortsgruppe des Griechischen Roten Kreuzes, Gaia West-Mani, die Katastrophenschutzeinheit Messiniens, die Griechische Rettungsgruppe und die Freiwilligen von Messinien.
Anastasis Skopeteas, stellvertretender Bürgermeister für Zivilschutz in Kalamata, sagte gegenüber der Zeitung „Tharros“, die Gemeinde wolle mögliche Schwachstellen bei der Einsatzbereitschaft und den Abläufen ihres Notfallplans erkennen. Beschäftigte der Zivilschutzstelle sowie der Verwaltungs- und Sozialdienste sollen praktische Erfahrungen sammeln. Zugleich wird die Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften und der Nachbargemeinde West-Mani getestet.
Als Darsteller nehmen zudem Schülerinnen und Schüler des ersten und sechsten Gymnasiums von Kalamata sowie Mitglieder des Verbands pensionierter Kommunalbediensteter Messiniens, des Kulturvereins von Megali Mantinia und des Vereins „Paradeisos“ teil.