Griechenland – Der europäische Kontinent steht in der kommenden Woche vor μιας markanten klimatischen Zweiteilung. Während West- und Zentraleuropa von einer außergewöhnlichen Hitzewelle aus Nordafrika erfasst werden, bleibt Griechenland von den extremen Temperaturen verschont. Wie der bekannte griechische Meteorologe Sakis Arnaoutoglou in seiner detaillierten Wettervorhersage erklärte, erwartet das Mittelmeerland ein absolut normales und streckenweise sogar recht kühles Sommerwetter ohne thermische Extreme.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Westeuropa steht vor einer extremen Hitzewelle aus Nordafrika mit Temperaturen von bis zu 38 Grad im Süden Englands und massiven Mengen an Saharastaub.
- Griechenland bleibt von der Hitzewelle weitgehend unberührt; starke Meltemi-Winde sorgen in der Ägäis für Abkühlung auf bis zu 26 Grad.
- Zum Ende der Woche droht in den betroffenen Hitzegebieten Westeuropas ein schwerer Wetterumschwung mit gefährlichen Unwettern.
Sonnenschein und lokale Gewitter im Norden Griechenlands
Für Griechenland prognostiziert Sakis Arnaoutoglou einen ruhigen Verlauf der kommenden Woche. Der Montag beginnt im fast gesamten Staatsgebiet mit reichlich Sonnenschein. Ab den Mittagsstunden werden die Wolken im Norden des Landes jedoch dichter und bringen Regen sowie lokale Gewitter, die sich zunächst auf die Bergregionen von Mazedonien, Thessalien und Epirus konzentrieren. Gegen Abend könnten diese Phänomene auch das Flachland erreichen. Für die Stadt Thessaloniki wird am späten Abend ein vorübergehender Regenschauer erwartet, bevor sich das Wetter in der Nacht wieder vollständig aufklärt.
Meltemi-Winde bringen Frische in die Ägäis
Im Osten des Landes bestimmen verstärkte Nordwinde das Geschehen. Der bekannte sommerliche Meltemi-Wind wird in der Ägäis – von den Sporaden bis nach Kreta – mit einer Stärke von 6 bis 7 Beaufort wehen. In Böen können die Winde lokal sogar bis zu 8 Beaufort erreichen. Infolgedessen bleiben die Temperaturen für die Jahreszeit relativ niedrig. In der Ägäis wird mit Werten um die 26 Grad sogar eine spürbare Frische erwartet. Im übrigen Festland bewegen sich die Höchstwerte zwischen 27 und 32 Grad, während in der Region Attika Mitte der Woche 32 bis 33 Grad gemessen werden. Die Instabilität am Nachmittag beschränkt sich ausschließlich auf die Gebirgszüge weit abseits der Küsten.
Afrikanische Hitze und Saharastaub in Westeuropa
Ganz anders stellt sich die Lage in West- und Zentraleuropa dar. Der Meteorologe warnt vor einer anhaltenden und ungewöhnlich intensiven Hitzewelle aus Nordafrika, die Frankreich, Spanien, Italien, die Niederlande und sogar Großbritannien treffen wird. Im Süden Englands könnten die Temperaturen die Marke von 37 bis 38 Grad Celsius überschreiten, was zu historischen Rekorden führen könnte. Zudem wird eine riesige Masse an Saharastaub Westeuropa bedecken und für nordafrikanische Wetterverhältnisse sorgen.
Verhaltensregeln für Reisende in den Hitzegebieten
Für Reisende, die sich in den kommenden Tagen in den betroffenen Ländern aufhalten, gab Arnaoutoglou praktische Ratschläge. Da viele Gebäude in diesen Regionen dunkel gebaut sind, um Sonnenlicht zu absorbieren, speichern sie die Wärme massiv. Aufgrund der kurzen Sommernächte kann diese Hitze kaum entweichen. Er empfiehlt daher dringend eine hohe Flüssigkeitsaufnahme, das Vermeiden von Wegen während der heißesten Tageszeit und ein weit geöffnetes Fenster in der Nacht zur Belüftung. Zum Ende της Woche wird mit einem abrupten Ende der Hitzewelle gerechnet: Das Aufeinandertreffen der heißen Luftmassen mit kalten Strömungen vom Atlantik wird voraussichtlich sehr heftige und gefährliche Unwetter auslösen.
Kurzer Temperaturanstieg Ende Juni in Griechenland
Mit Blick auf den Trend für Griechenland bis Anfang Juli gab sich der Meteorologe beruhigt. Zwar werden die Ausläufer der Hitzewelle um den 27. und 28. Juni den Balkan streifen und auch in Griechenland einen leichten Temperaturanstieg verursachen, dieser wird jedoch kurz andauern und keineswegs extreme Ausmaße annehmen. Pünktlich zum Beginn des neuen Monats wird sich das Wetter wieder auf einem für die Jahreszeit vollkommen normalen Niveau einpendeln.