Griechenland – Der griechische Wetterdienst EMY warnt für Sonntag, den 1. November, und mindestens bis Montag, den 2. November, vor kräftigen Regenfällen und Gewittern. Besonders betroffen sind der Westen und Norden des Landes sowie Inseln in der östlichen Ägäis. Örtlich ist auch Hagel möglich. Der Zivilschutz hat Behörden und Kommunen auf die drohenden Wetterfolgen hingewiesen.
Die aktualisierte Unwetterwarnung nennt für die beiden Tage unterschiedliche Zeitfenster. Die stärksten Niederschläge und Gewitter werden jeweils nur für bestimmte Regionen und Tagesabschnitte erwartet.
Sonntag, 1. November: Diese Regionen sind betroffen
- Ionische Inseln: bis zum Mittag.
- Epirus, westliches Mittelgriechenland sowie westlicher und südlicher Peloponnes: bis zum Nachmittag.
- Zentral- und Ostmakedonien: vom Morgen bis spät in die Nacht.
- Inseln der nördlichen und östlichen Ägäis: vom Nachmittag bis spät in die Nacht.
- Dodekanes: ab dem Nachmittag.
Montag, 2. November: Weitere Gewitter im Westen und auf Inseln
- Ionische Inseln: ab dem Morgen zeitweise kräftige Regenfälle und Gewitter.
- Epirus, westliches Mittelgriechenland und westlicher Peloponnes: vom Nachmittag bis spät in die Nacht.
- Dodekanes: zeitweise bis in die Abendstunden.
Zivilschutz rät zur Vorbereitung auf Starkregen und Hagel
Das griechische Generalsekretariat für Zivilschutz hat die zuständigen staatlichen Stellen, Regionen und Gemeinden informiert, damit sie auf mögliche Folgen vorbereitet sind. Bürger sollen in den betroffenen Gebieten besonders vorsichtig sein und Schutzmaßnahmen treffen.
- Lose Gegenstände im Freien sichern, die durch Wind oder Unwetter herunterfallen und Verletzungen oder Schäden verursachen könnten.
- Dachrinnen und Abflüsse auf Verstopfungen prüfen.
- Bäche und Sturzflutgerinne weder zu Fuß noch mit dem Auto überqueren, während es stark regnet oder gewittert und auch mehrere Stunden danach. Besondere Vorsicht gilt an Straßenquerungen ohne Brücke.
- Bei Unwettern Arbeiten im Freien sowie Aktivitäten auf dem Meer und in Küstennähe wegen Blitzschlaggefahr vermeiden.
- Bei Hagel sofort Schutz in einem Gebäude oder Fahrzeug suchen und erst wieder hinausgehen, wenn das Gewitter vorüber ist. Auch Tiere können durch Hagel gefährdet werden.
- Abstand von großen Bäumen, hängenden Schildern, Balkonen und Stellen halten, an denen Blumentöpfe, Glasscherben oder andere Gegenstände herunterfallen könnten.
- Den Anweisungen der örtlichen Behörden, insbesondere der Verkehrspolizei, folgen.
Verhalten bei Blitzschlaggefahr
Im Haus: Keine angeschlossenen Elektrogeräte oder kabelgebundenen Telefone benutzen. Fernsehgeräte von Antenne und Stromversorgung trennen. Wasserleitungen und Sanitärrohre in Küche oder Bad nicht berühren, da sie Strom leiten können.
Im Auto: Am Straßenrand anhalten, möglichst weit entfernt von Bäumen, die umstürzen könnten. Im Fahrzeug bleiben, die Warnblinkanlage einschalten, Fenster schließen und Metallteile nicht berühren. Überflutete Straßen meiden.
Im Freien: Möglichst sofort Schutz in einem festen Gebäude oder Auto suchen. Wenn das nicht möglich ist, in die Hocke gehen, ohne sich flach auf den Boden zu legen. Auf freier Fläche niemals unter einem einzelnen hohen Baum Schutz suchen; in Waldgebieten verweist der Zivilschutz auf niedrige Bäume mit kräftigen Ästen. Tiefliegendes Gelände wegen möglicher Überflutungen meiden.
Außerdem Abstand zu Strommasten, Freileitungen, Telefonleitungen, Zäunen und Metallgegenständen wie Fahrrädern oder Campingausrüstung halten. Flüsse, Seen und andere Gewässer verlassen. Wer sich im Meer befindet, soll sofort an Land gehen.
Wenn in offenem Gelände die Haare plötzlich zu Berge stehen, kann das auf einen unmittelbar bevorstehenden Blitzschlag hindeuten. Für diesen Fall empfiehlt der Zivilschutz, sich tief hinzuhocken, den Kopf zwischen die Beine zu nehmen, den Bodenkontakt möglichst klein zu halten und mitgeführte Metallgegenstände abzulegen.
Informationen zur Befahrbarkeit von Straßen nach Überflutungen veröffentlicht die griechische Polizei unter astynomia.gr. Weitere Hinweise zur Eigenvorsorge bietet das Generalsekretariat für Zivilschutz unter civilprotection.gov.gr.
Mit Informationen von: Griechischer Wetterdienst EMY, Generalsekretariat für Zivilschutz.