Athen – Autofahrer und Touristen in der griechischen Hauptstadt können aufatmen: Ab Samstag, den 25. Juli, hebt Athen die strengen Zufahrtsbeschränkungen für das Stadtzentrum – den sogenannten „Daktylios“ – für die Sommermonate auf. Wie die Verkehrsbehörden mitteilen, endet die aktuelle Anwendungsperiode der Regelung, die den Verkehr nach geraden und ungeraden Nummernschildern filtert, am Freitag, den 24. Juli. Damit ist die Fahrt ins Herz von Athen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge während der Ferienzeit wieder uneingeschränkt möglich, was besonders für Urlauber mit Mietwagen aus der DACH-Region eine spürbare Erleichterung im dichten Stadtverkehr darstellt.
Das als Umwelt- und Verkehrsberuhigungszone konzipierte System wird traditionell in den verkehrsärmeren Sommermonaten ausgesetzt, um die Mobilität während der Urlaubszeit zu vereinfachen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Stichtag: Letzter Tag der strengen Kennzeichen-Regelung ist Freitag, der 24. Juli.
- Sommerpause: Ab dem 25. Juli gilt freie Fahrt im gesamten Bereich des „Kleinen Daktylios“.
- Neustart: Die Rückkehr der Verkehrsbeschränkungen ist für den Herbst geplant.
So funktioniert die Verkehrsregelung bis zur Aussetzung
Der „Daktylios“ (griechisch für Ring) fungiert als zentrales Instrument, um Smog und Staus in der dicht besiedelten Metropole zu reduzieren. Bis zur offiziellen Aussetzung am 24. Juli greift weiterhin das etablierte Wechselsystem, das sich streng an der Endziffer des Kennzeichens orientiert. An geraden Kalendertagen dürfen ausschließlich Fahrzeuge mit geraden Endziffern (0, 2, 4, 6 und 8) in den Ring einfahren. An ungeraden Tagen erhalten dementsprechend Autos mit den Endziffern 1, 3, 5, 7 und 9 die Zufahrtserlaubnis. Das System gilt regulär von Montag bis Freitag. An Wochenenden, an offiziellen Feiertagen sowie an Tagen mit Generalstreiks im öffentlichen Nahverkehr ruht die Maßnahme ohnehin, sodass in diesen Ausnahmefällen alle Fahrzeuge passieren dürfen.
Die Grenzen der Athener Sperrzone
Der sogenannte Kleine Daktylios umfasst den größten Teil des kommerziellen und historischen Zentrums von Athen. Begrenzt wird das Gebiet durch wichtige Hauptverkehrsadern der Hauptstadt, darunter die Leoforos Alexandras, die Leoforos Mesogeion, die Leoforos Syggrou sowie die Odos Pireos. Eine wesentliche Information für Ortsfremde und Touristen: Wer sich ausschließlich auf diesen begrenzenden Ringstraßen bewegt, fällt nicht unter die Beschränkungen und kann seine Fahrt ungehindert fortsetzen.
Im Herbst, wenn das Verkehrsaufkommen nach der Urlaubssaison durch zurückkehrende Pendler und den Schulstart wieder deutlich ansteigt, wird der Daktylios reaktiviert. Die Maßnahme bleibt ein essenzieller Bestandteil der städtischen Strategie zur Verbesserung der Luftqualität und zur Vermeidung von Verkehrskollapsen im Zentrum der griechischen Hauptstadt.