Griechenland – In Griechenland steht in den kommenden Tagen ein spürbarer Temperaturanstieg bevor. Eine warme Luftmasse, die derzeit weite Teile Zentraleuropas prägt, verlagert sich nach Osten und bringt ab Montagabend Temperaturen von bis zu 38 Grad Celsius. Urlauber und Einheimische müssen sich auf heiße Sommertage einstellen, doch Meteorologen geben leichte Entwarnung: Das Land wird nicht vom extremen Kern der europäischen Hitzewelle getroffen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ab Montagabend steigen die Temperaturen in weiten Teilen Griechenlands auf bis zu 38 Grad Celsius.
- Besonders betroffen sind kontinentale Regionen wie Thessalien sowie Mittel- und Westgriechenland.
- Die typischen Meltemi-Winde schwächen sich kurzzeitig ab, sorgen danach aber im Osten und Süden für Abkühlung.
Hitzewelle erreicht das Festland: Temperaturen bis zu 38 Grad
Der Temperaturanstieg beginnt laut der Meteorologin Anastasia Tyraski vom staatlichen Sender ERT zunächst im Norden und Westen des Landes. Ab Montagabend erreiche ein neues Hitzewelle das Land, bei dem die Werte auf 37 bis lokal 38 Grad Celsius klettern sollen. An den darauffolgenden Tagen – Dienstag, Mittwoch und Donnerstag – werde das Thermometer vielerorts die 38-Grad-Marke konstant erreichen. Dieser Anstieg treffe zunächst die nördlicheren Regionen und breite sich anschließend auf das zentrale, südliche und östliche Festland aus. Die kontinentalen Gebiete seien dabei deutlich weniger von kühlenden Meereswinden geschützt, was die gefühlte Hitze intensiver mache.
Entwarnung für Urlauber: Griechenland entgeht dem Hitze-Kern
Trotz der heißen Aussichten für die ersten Julitage wird Griechenland von den extremsten Wetterbedingungen verschont bleiben. Der Meteorologe Thodoris Kolydas erklärte, dass sich die warme Luftmasse zwar allmählich ostwärts bewege, die absoluten Höchsttemperaturen jedoch in Mitteleuropa und auf dem nördlichen Balkan erwartet würden. Griechenland befinde sich demnach nicht im Zentrum dieses extremen Hitzekerns.
Zudem spiele der für die Ägäis typische Sommerwind, der Meltemi, eine entscheidende Rolle für das Klima der Region. Wie Kolydas betonte, werde sich der Wind zwar vorübergehend abschwächen, danach jedoch wieder an Fahrt aufnehmen. Diese Auffrischung werde die Hitze in den östlichen und südlichen Landesteilen sowie auf den griechischen Inseln spürbar dämpfen. Gleichzeitig übte der Meteorologe Kritik an der oft übertriebenen medialen Darstellung von Wetterphänomenen. Er forderte eine sachlichere Einordnung der Prognosen und distanzierte sich von der Panikmache, die in der digitalen Ära häufig mit sommerlichen Temperaturanstiegen einhergehe.