Athen – Eine drückende Hitzewelle hat Griechenland fest im Griff und verwandelt das Zentrum der Hauptstadt in einen regelrechten Glutofen. Bei Temperaturen von 38 Grad, die sich in den Asphaltschluchten deutlich heißer anfühlen, leiden besonders die Menschen, die sich zwingend im Freien aufhalten müssen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Das Thermometer im Zentrum von Athen erreicht 38 Grad, lokale Spitzenwerte liegen bei bis zu 41 Grad Celsius.
- Die Wachen der Präsidentengarde (Evzonen) werden von Offizieren mit Wasser versorgt und abgetrocknet.
- Der Ärzteverband Athen rät dringend davon ab, sich zwischen 11:00 und 17:00 Uhr im Freien aufzuhalten.
Härteprüfung für die Präsidentengarde
Während viele Bewohner und Touristen, die nicht arbeiten müssen, Zuflucht an den nahegelegenen Stränden suchen, spielt sich am Syntagma-Platz ein gewohntes, aber kräftezehrendes Bild ab. Die Soldaten der Evzonen, die am Grabmal des Unbekannten Soldaten und vor dem Präsidentenpalast Wache stehen, harren trotz der unerbittlichen Sonneneinstrahlung regungslos in ihren traditionellen Uniformen aus.
Um die Wachen vor dem Kollaps zu bewahren, befinden sich die zuständigen Wachoffiziere in ständiger Alarmbereitschaft. Sie wischen den Evzonen behutsam den Schweiß aus dem Gesicht und versorgen sie mit kühlem Wasser, damit sie ihre anspruchsvollen Schichten überstehen können.
Der aktuelle Hitzeeinbruch hat seinen Höhepunkt noch nicht überschritten. Nach Angaben des meteorologischen Dienstes “meteo” des Nationalen Observatoriums Athen steigen die Temperaturen weiter an, wobei die Maximalwerte örtlich die Marke von 41 Grad Celsius überschreiten. Während für Zentral- und Nordgriechenland ab Mittwoch eine spürbare Abkühlung prognostiziert wird, bleibt die Hitze in den südlichen Regionen des Landes weiterhin bestehen.
Ärzteverband gibt dringende Gesundheitswarnung heraus
Aufgrund der anhaltend hohen Temperaturen hat der Ärzteverband Athen eine offizielle Warnung mit klaren Verhaltensregeln für die Bevölkerung und Besucher herausgegeben. Die Experten raten dringend dazu, sich vorwiegend in kühlen und klimatisierten Räumen aufzuhalten.
Jegliche unnötigen Wege sowie der Aufenthalt im Freien sollten während der heißesten Stunden zwischen 11:00 und 17:00 Uhr strikt vermieden werden. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr durch Wasser und ungesüßte Säfte ist essenziell, während auf Alkohol, koffeinhaltige Getränke und schwere Mahlzeiten verzichtet werden sollte. Zu den weiteren Empfehlungen gehören das Tragen heller, leichter und locker sitzender Kleidung sowie ein adäquater Sonnenschutz durch Hüte und Sonnenbrillen.
Besondere Aufmerksamkeit fordern die Mediziner für ältere Menschen und chronisch Kranke, bei denen eine ausreichende Kühlung und Flüssigkeitsversorgung sichergestellt werden muss. Auch von körperlicher Anstrengung raten die Ärzte ab. Dies gilt nicht nur für die Mittagsstunden, sondern auch für die Nacht, sofern die Temperaturen nicht unter die Grenze von 32 Grad fallen.