Griechenland – Die Europäische Kommission hat die erste Tranche in Höhe von rund 118,2 Millionen Euro an Griechenland ausgezahlt. Die Mittel stammen aus dem europäischen Verteidigungsprogramm SAFE (Security Action for Europe) und dienen der gezielten Stärkung und Modernisierung der nationalen Streitkräfte. Insgesamt sind für das Land im Rahmen dieses Pakets 787,7 Millionen Euro vorgesehen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Griechenland erhält 118,2 Millionen Euro als Vorfinanzierung für militärische Zwecke.
- Der Betrag entspricht 15 Prozent der genehmigten SAFE-Gesamtförderung für das Land.
- Die Gelder finanzieren die gemeinsame Beschaffung von in der EU produzierten Rüstungsgütern.
Meilensteine für den militärischen Ausbau
Bei der aktuellen Überweisung handelt es sich um eine Vorfinanzierung, die es dem Land ermöglichen soll, priorisierte Verteidigungsinvestitionen zügig umzusetzen. Wie die Kommission in Brüssel mitteilte, zielen die Gelder darauf ab, die militärischen Fähigkeiten zu modernisieren und die Widerstandsfähigkeit im Einklang mit gemeinsamen europäischen Zielen zu erhöhen. Weitere Auszahlungen an Griechenland sind an das Erreichen zuvor vereinbarter Etappenziele und die konkrete Umsetzung geknüpft.
Der EU-Kommissar für Verteidigung und Raumfahrt, Andrius Kubilius, betonte die Bedeutung des Schrittes. Die erste Zahlung an Griechenland sei ein klares Zeichen dafür, dass Europa liefere, indem es die gemeinsame Sicherheit stärke und die rüstungsindustrielle Basis unterstütze. Das SAFE-Programm fördere dabei nicht nur die nationale Einsatzbereitschaft, sondern auch die europäische Resilienz und strategische Verantwortung.
Kreditfinanzierung durch den 150-Milliarden-Fonds
Das SAFE-Instrument umfasst ein Gesamtvolumen von 150 Milliarden Euro und stellt den Mitgliedsstaaten Darlehen für die Verteidigung zur Verfügung. Im Fokus steht die gemeinsame Beschaffung von Munition, Raketen, Luftverteidigungssystemen und landgestützten Waffen, die innerhalb der Europäischen Union produziert werden. Das Programm bildet eine zentrale Säule der Strategie “ReArm Europe/Readiness 2030”, die europaweit Rüstungsinvestitionen von über 800 Milliarden Euro mobilisieren soll.
Ziel der Initiative ist eine rasche und koordinierte Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten, die Verbesserung der Interoperabilität der europäischen Streitkräfte sowie der Ausbau der heimischen Industrie durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Die Finanzierung erfolgt über die Kreditaufnahme der EU an den internationalen Finanzmärkten. Durch die hohe Bonität der Union können langfristige Kredite zu wettbewerbsfähigen Konditionen vergeben werden. Die Rückzahlung der Darlehen obliegt anschließend den jeweiligen Empfängerstaaten.