Salamis – Ein Waldbrand ist am Sonntagmittag in der Region Selinia auf der Saronischen Insel Salamis, unweit des Hafens von Piräus, ausgebrochen. Da sich die Flammen in der Nähe von verstreut liegenden Wohnhäusern befinden, wurde die Bevölkerung um 12:19 Uhr über das europäische Notrufsystem 112 offiziell über die Gefahrenlage in der weiteren Umgebung informiert.
Das Wichtigste auf einen Blick
- 90 Einsatzkräfte und vier Luftfahrzeuge zur Brandbekämpfung alarmiert.
- Europäische Notrufnummer 112 verschickt Warnung an Anwohner in Selinia.
- Spezialeinheit zur Ermittlung möglicher Brandstiftung ist vor Ort.
Großaufgebot bekämpft Flammen aus der Luft und am Boden
Um die Ausbreitung des Feuers in dem bewaldeten Gebiet rasch einzudämmen, hat die griechische Feuerwehr ein massives Aufgebot mobilisiert. Aktuell kämpfen 90 Einsatzkräfte mit 23 Löschfahrzeugen gegen die Flammen. Unterstützt werden sie von drei spezialisierten Fußtrupps der forstwirtschaftlichen Spezialeinheit EMODE. Da das Gelände in Selinia teils schwer zugänglich ist, konzentriert sich ein wesentlicher Teil der Brandbekämpfung auf die Luft: Zwei Hubschrauber und zwei Löschflugzeuge werfen kontinuierlich Wasser über den Brandherden ab.
Die örtlichen Behörden der Gemeinde Salamis unterstützen die staatlichen Einsatzkräfte zusätzlich intensiv. Mehrere kommunale Wasserwagen sind im ununterbrochenen Einsatz, um die Versorgung der Löschfahrzeuge an der Frontstrecke sicherzustellen und Engpässe bei der Wasserbereitstellung zu verhindern.
Ursachenermittlung und Hightech-Überwachung im Krisengebiet
Parallel zu den aktiven Löscharbeiten hat die Einsatzzentrale ESKEDIK eine lückenlose Überwachung des Krisengebiets aus der Luft initiiert. Mit Hilfe von Spektrometer-Drohnen, die mit modernen Wärme- und optischen Kameras ausgestattet sind, erhalten die Koordinatoren in Echtzeit ein exaktes Bild der Lage sowie der Temperaturentwicklung am Boden, um versteckte Glutnester frühzeitig zu lokalisieren.
Unterdessen bleibt die Ursache für den Ausbruch des Feuers zunächst unklar. Um mögliche kriminelle Hintergründe auszuschließen oder rasch zu bestätigen, befindet sich bereits das spezielle Ermittlungsklimakio für Brandstiftungsdelikte aus Piräus auf dem Weg zum Einsatzort. Diese Spezialisten sollen unmittelbar nach der Sicherung des Geländes in Selinia mit der detaillierten Spurensicherung und der Rekonstruktion des Brandausbruchs beginnen.