Griechenland – Der aktuelle Winter in Griechenland ist durch einen markanten Mangel an Schneefall gekennzeichnet. Nach offiziellen meteorologischen Aufzeichnungen bedeckte die Schneedecke am 23. Februar des Jahres 2026 lediglich zwei Prozent der gesamten Staatsfläche. Dieser Wert liegt eklatant unter dem langjährigen klimatologischen Durchschnitt.
Betrachtet man die tägliche durchschnittliche Schneebedeckung für den Referenzzeitraum der Jahre 2004 bis 2026, so liegt dieser Normalwert bei vierzehn Prozent. Die systematische Überwachung der Wetterdaten, die seit September 2025 durchgeführt wird, dokumentiert einen ungewöhnlich milden Start in die kalte Jahreszeit.
Bis in den späten Dezember hinein blieb die Präsenz von Schnee landesweit äußerst begrenzt. Laut den Experten des nationalen Wetterdienstes Meteo spiegelt diese verzögerte Winterentwicklung jedoch ein Muster wider, das im Laufe des vergangenen Jahrzehnts häufiger zu beobachten war. Erst gegen Ende des Jahres zeigte sich ein allmählicher Anstieg der Niederschläge in fester Form, bevor ein plötzlicher Wetterumschwung im Januar die kurzfristige Illusion eines strengen Winters erzeugte.
Kurzzeitiger Kälteeinbruch und geografische Verteilung
Eine deutliche Wende der meteorologischen Bedingungen stellte sich erst nach dem 10. Januar 2026 ein. Eine intensive Kaltfront erfasste das Land und führte zu großflächigen Schneefällen in weiten Teilen des griechischen Territoriums. Der Höhepunkt dieses winterlichen Intermezzos wurde am 12. Januar registriert, als die nationale Schneebedeckung kurzfristig auf achtzehn Prozent anstieg.
Diese intensive Niederschlagsphase konzentrierte sich in erster Linie auf die gebirgigen und halbgebirgigen Regionen des griechischen Festlandes. Darüber hinaus verzeichneten die meteorologischen Stationen auch in niedrigeren Höhenlagen der nordgriechischen Region Makedonien sowie auf diversen Inseln der nördlichen und zentralen Ägäis signifikante Schneemengen. Dieser plötzliche Anstieg übertraf den langjährigen Durchschnitt kurzzeitig, erwies sich jedoch im weiteren Verlauf des Winters als nicht nachhaltig.
Klimatologische Einordnung und aktuelle Situation in Hochlagen
Die umfassende klimatologische Auswertung des gesamten Winterverlaufs 2025 bis 2026 liefert ein klares Bild der aktuellen Wetterdynamik. Der direkte Abgleich der aktuellen Messwerte mit der etablierten Referenzperiode von 2004 bis 2026 bestätigt eine anhaltende Tendenz zu milderen Wintern mit reduzierten Festniederschlägen. Der rasche Rückgang der Schneedecke von achtzehn Prozent im Januar auf lediglich zwei Prozent im späten Februar verdeutlicht die Instabilität der winterlichen Wetterlagen in der Region.
Aktuell beschränkt sich das Vorhandensein einer geschlossenen Schneedecke fast ausschließlich auf die sehr hohen Gebirgszüge des Landes. Die Daten des Wetterdienstes Meteo belegen abschließend, dass der diesjährige Winter insgesamt als eine Periode mit stark limitierter Schneebedeckung dokumentiert wird. Diese Entwicklung fügt sich nahtlos in die Beobachtungen der letzten zehn Jahre ein, in denen sich der verlässliche winterliche Schneefall zunehmend in die extremen Höhenlagen der griechischen Gebirgsmassive zurückzieht.