Griechenland – Die griechische Polizei hat einen 52-jährigen Gynäkologen wegen des Verdachts auf Kinderpornografie festgenommen. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus den USA auf Material mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs von Kindern, das ein Internetnutzer in einen Online-Speicher hochgeladen haben soll. Der Beschuldigte wurde der Staatsanwaltschaft vorgeführt.
Hinweis aus den USA führte zu dem Verdächtigen
Das US-amerikanische National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC) hatte der griechischen Abteilung zur Bekämpfung von Cyberkriminalität Informationen über den betreffenden Upload übermittelt. Die Ermittler werteten daraufhin digitale Spuren aus und recherchierten im Internet. So konnten sie den mutmaßlichen Nutzer identifizieren und dessen Wohnort feststellen.
Am Donnerstagmittag (8. Oktober) durchsuchten Polizisten die Wohnung und die Arztpraxis des 52-Jährigen. Sie beschlagnahmten ein Mobiltelefon, eine Computerfestplatte, einen Laptop, ein Tablet und eine microSD-Speicherkarte.
Hunderte Dateien auf digitalen Geräten entdeckt
Bei der Untersuchung fanden die Ermittler Hunderte Foto- und Videodateien mit Darstellungen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger. Darunter soll sich auch Material befunden haben, auf dem Kinder zu sehen sind, die augenscheinlich jünger als zwölf beziehungsweise 15 Jahre sind. Nach den bisherigen Ermittlungen verwaltete der Verdächtige zudem das betreffende Konto des Online-Speicherdienstes.
Ob der Beschuldigte selbst solche Aufnahmen hergestellt hat, ist nicht bestätigt. Dies geht aus Angaben von Polizeikreisen hervor. Der Fund der Dateien und die mutmaßliche Nutzung des Online-Kontos sind daher von der bislang nicht nachgewiesenen Herstellung des Materials zu unterscheiden.
Der 52-Jährige wurde im Rahmen des griechischen Schnellverfahrens bei einer mutmaßlichen frischen Straftat festgenommen und der Staatsanwaltschaft vorgeführt. Die beschlagnahmten digitalen Beweismittel werden von der zuständigen kriminaltechnischen Dienststelle untersucht.