Griechenland steht vor einem neuen Wetterumschwung. Ab Freitag, 16. Oktober, bringt kalte Luft verbreitet Regen, örtliche Gewitter und sinkende Temperaturen. In den Bergen des Festlands wird ab dem Abend zeitweise Schnee erwartet. In der Nacht zum Samstag könnten sogar die höchsten Lagen des Parnitha-Gebirges bei Athen Schneefall abbekommen.
Die neue Wetterverschlechterung folgt nur wenige Tage auf schwere Regenfälle, die Schäden verursacht haben. Besonders betroffen sein dürften diesmal Teile Ost- und Südgriechenlands sowie der Ägäis. Am Samstag wird es nochmals kälter, bevor sich die Lage zum Sonntag hin beruhigen soll.
Wo am Freitag Gewitter und Regen erwartet werden
Zunächst verdichten sich die Wolken über dem Norden und Osten sowie den Ägäisinseln. Regen setzt in Ostmakedonien, Thrakien, auf der Chalkidiki, den Sporaden und auf Euböa ein. Im weiteren Verlauf erreichen die Niederschläge auch Teile Zentralmakedoniens, die Inseln der nördlichen Ägäis, Thessalien, die Peloponnes, Zentral- und Westmittelgriechenland sowie Attika.
Örtliche Gewitter werden vor allem auf der Chalkidiki, den Sporaden und auf Euböa erwartet. Zum Freitagabend sollen die Niederschläge auch die Kykladen erreichen. In der Nacht zum Samstag breiten sich die Wettererscheinungen voraussichtlich auf die Dodekanes-Inseln und Kreta aus, wo auch einzelne Gewitter möglich sind.
Mit der kälteren Luft steigt in den höheren Lagen des griechischen Festlands die Wahrscheinlichkeit für vorübergehende Schneefälle. Für Attika sieht die Prognose am Freitag zunächst nur wenige Wolken vor, die sich allmählich verdichten. Am Nachmittag kann es örtlich regnen; auf den höchsten Abschnitten des Parnitha ist in der folgenden Nacht Schnee möglich, nicht jedoch sicher vorhergesagt.
Temperaturen sinken am Samstag auf 15 bis 17 Grad
In weiten Teilen des Landes sollen die Höchsttemperaturen am Samstag nur noch 15 bis 17 Grad Celsius erreichen. In Berg- und Hügellagen werden teils rund fünf Grad weniger erwartet. In höheren Gebirgsregionen können die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen.
Bereits am Freitag bleibt es im Norden kühl: In Westmakedonien reichen die prognostizierten Werte von 3 bis 14 oder 15 Grad, im übrigen Makedonien und in Thrakien von 6 bis 17 bis 19 Grad. Für Thessalien werden 7 bis 17 bis 19 Grad vorhergesagt. Im Westen Griechenlands sowie in anderen Festlandsregionen sind örtlich noch Höchstwerte von 19 bis 21 Grad möglich. Auf den Ionischen Inseln können es bis zu 22 Grad werden.
Für Athen und Attika sieht die Vorhersage am Freitag 12 bis 17 oder 18 Grad vor. Im Zentrum von Thessaloniki werden bei wechselnder, zeitweise dichter Bewölkung und möglichen kurzen Regenschauern 11 bis 18 Grad erwartet.
Sturmböen über 100 km/h bereits am Donnerstag gemessen
Die kräftigen Nordwinde haben schon am Donnerstag, 15. Oktober, auf mehreren griechischen Inseln für extreme Böen gesorgt. Messstationen des Nationalen Observatoriums Athen und des Portals meteo.gr registrierten bis 14:30 Uhr Ortszeit am Porto auf Tinos 117 km/h und in Mariou bei Rethymno auf Kreta 115 km/h. Starker Wind betraf auch andere Teile der Kykladen, Kreta und Thrakien.
Für Freitag lautet die Windprognose anders: In der Ägäis werden überwiegend nördliche Winde mit 4 bis 5, örtlich 6 Beaufort erwartet. Im Ionischen Meer sollen sie meist aus Nord bis Nordwest mit 4 bis 5 Beaufort wehen, im Norden zeitweise kräftiger.
Vom Samstagabend an sollen die Niederschläge nachlassen. Für Sonntag wird in den meisten Regionen freundlicheres Wetter mit abflauenden Winden und steigenden Temperaturen bis etwa 21 Grad erwartet. Der Prognose zufolge könnte sich die Wetterberuhigung in der kommenden Woche fortsetzen, unter anderem in Attika, auf Kreta und den Dodekanes-Inseln.