Im griechischen Basketball stehen schwere Vorwürfe im Raum: Bei einer Hausdurchsuchung in Katerini sollen Ermittler 820.000 Euro im Haus eines Schiedsrichters gefunden haben. Das geht aus einer bislang nicht unabhängig bestätigten Darstellung über mutmaßliche Spielmanipulationen und illegale Sportwetten hervor.
Gegen den betroffenen Schiedsrichter soll ein Haftbefehl erlassen worden sein. Die Darstellung bezeichnet die Herkunft des Geldes als nicht erklärbar, nennt dafür jedoch keine konkreten Nachweise.
Bericht nennt Verbandspräsidenten und Schiedsrichter
Nach den vorliegenden Angaben sollen Vangelis Liolios, Präsident des griechischen Basketballverbands, und der Schiedsrichter Ilias Koromilas aufgrund von Haftbefehlen festgenommen worden sein. Die Anordnungen sollen auf die Staatsanwaltschaft in Athen zurückgehen.
Darüber hinaus ist von Haftbefehlen gegen vier weitere Personen die Rede. Namentlich genannt werden die Schiedsrichterin Vaso Tsaroucha, der im Sommer zurückgetretene Schiedsrichter Petros Papapetrou sowie der Basketballfunktionär Giorgos Mavraganis. Der Bericht liefert keine gesicherte Angabe darüber, ob diese Personen festgenommen wurden.
Verdacht auf manipulierte Ligaspiele und illegale Wetten
Die Ermittlungen sollen sich auf Begegnungen der höchsten griechischen Basketballliga und den Verdacht illegaler Sportwetten beziehen. Im Raum steht der Vorwurf einer mutmaßlichen kriminellen Vereinigung. Die Anschuldigungen werden als strafrechtlich schwerwiegend dargestellt.
Vorausgegangen seien dreimonatige Ermittlungen unter Leitung des Athener Staatsanwalts Apostolos Grammenos. Die Angaben zu den Festnahmen, den Haftbefehlen und dem Geldfund sind nicht unabhängig bestätigt. Für sämtliche genannten Personen gilt die Unschuldsvermutung.