Korinth – Eine 43-jährige Frau mit Wohnsitz in Deutschland ist bei einem tragischen Unfall in Korinth ums Leben gekommen, nachdem ein Balkonteil auf sie stürzte. Das Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag, dem 4. April, vor den Augen ihres Ehemannes und ihrer drei Kinder.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Opfer: 43-jährige Touristin, die dauerhaft in Deutschland lebte.
- Ort des Unglücks: Straße Pegasou im Viertel Kalamia, Korinth.
- Familie: Ehemann und drei Kinder (7, 8 und 10 Jahre alt) wurden ins Krankenhaus gebracht.
- Ursache: Herabstürzendes Balkonteil eines angeblich leerstehenden Gebäudes.
Die Familie befand sich in Griechenland, um die anstehenden Osterfeiertage gemeinsam zu verbringen. Griechischen Medienberichten zufolge spazierte die 43-Jährige mit ihrer Familie durch die Straße Pegasou im Viertel Kalamia, als sich völlig unerwartet ein großes Teilstück des Balkons eines verlassenen Gebäudes löste. Die herabstürzenden Trümmerteile aus Beton und Schutt begruben die Frau unter sich, bevor sie überhaupt reagieren konnte. Für das Opfer kam jede Hilfe zu spät, sie erlag noch am Unfallort ihren massiven Verletzungen.
Zeugenaussagen und laufende Ermittlungen der Behörden
Anwohner der Region schilderten gegenüber lokalen Nachrichtenagenturen, dass das betreffende Gebäude bereits seit mehreren Jahren leer stehe. In jüngster Zeit sollen dort jedoch Renovierungsarbeiten stattgefunden haben. Laut diesen ersten Aussagen fehlten vor Ort elementare Sicherheitsvorkehrungen. Weder Schutznetze noch entsprechende Absperrbänder seien angebracht worden, um Passanten auf dem Gehweg vor möglichen Gefahren aus der Höhe zu schützen.
Einsatzkräfte der griechischen Feuerwehr trafen kurz nach dem Einsturz am Unfallort ein, konnten das Opfer aus den Trümmern befreien, jedoch nur noch den Tod der Touristin feststellen. Der unter starkem Schock stehende Ehemann sowie die drei minderjährigen Kinder im Alter von 7, 8 und 10 Jahren wurden umgehend zur medizinischen und psychologischen Betreuung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.
Polizei prüft Verantwortlichkeiten von Eigentümer und Bauleiter
Die griechische Polizei (ELAS) hat die offiziellen Ermittlungen zu den genauen Umständen des tödlichen Vorfalls aufgenommen. Im Fokus der Behörden stehen derzeit der Eigentümer des betroffenen Gebäudes sowie der zuständige Bauingenieur. Dieser soll den Berichten zufolge für die kürzlich durchgeführten Arbeiten an der Fassade und dem Balkon verantwortlich gewesen sein.
Die zuständigen Ermittlungsbehörden und Gutachter werten nun die Spuren am Unglücksort aus, um abschließend zu klären, ob grobe Fahrlässigkeit oder das Fehlen von Sicherheitsmaßnahmen zu der strukturellen Schwäche des Balkons geführt hat. Mit weiteren offiziellen Erkenntnissen der Polizeidirektion Korinth bezüglich möglicher Festnahmen oder Anklagen wird in den kommenden Tagen gerechnet.