Thessaloniki – Die Stadtverwaltung von Thessaloniki hat den offiziellen Startschuss für eines der bedeutendsten städtebaulichen Projekte der nordgriechischen Metropole gegeben. Am Mittwoch, den 25. Februar, wurde die internationale Ausschreibung für die umfassende Neugestaltung des Aristoteles-Platzes und der dazugehörigen Aristoteles-Achse im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht.
Das Projekt erstreckt sich von der Uferpromenade an der Nikis-Allee bis hinauf zur zentralen Egnatia-Straße und zielt darauf ab, das historische Wahrzeichen der Stadt grundlegend zu modernisieren. Nach Angaben der kommunalen Behörden konnte die notwendige Finanzierung für dieses Großvorhaben innerhalb von 26 Monaten gesichert werden. Dabei erfolgte eine enge Kooperation mit der Region Zentralmakedonien, welche das Vorhaben finanziell mitträgt.
Die geplante architektonische und funktionale Aufwertung stellt die dritte große städtische Intervention im Herzen von Thessaloniki dar und soll die Lebensqualität der Bürger sowie die Attraktivität des öffentlichen Raums nachhaltig verbessern. Im Fokus der Baumaßnahmen steht eine umweltgerechte und bioklimatische Anpassung, ohne dabei den monumentalen Charakter des berühmten Platzes anzutasten.
Umweltfreundliche Materialien und barrierefreier Zugang
Die detaillierten Pläne der Stadtverwaltung sehen eine tiefgreifende ästhetische und funktionale Umgestaltung der gesamten Aristoteles-Achse vor. Gemäß den offiziellen Bekanntmachungen liege das Hauptaugenmerk darauf, den unverkennbaren historischen Charakter des Areals strikt zu bewahren, während gleichzeitig modernste städtebauliche Lösungen implementiert werden sollen. Der Einsatz von innovativen und besonders widerstandsfähigen Baumaterialien bilde dabei die Grundlage für eine umfassende ökologische Aufwertung der öffentlichen Flächen.
Ein zentraler Aspekt des Bauvorhabens sei die bioklimatische Verbesserung des Platzes, die angesichts der klimatischen Herausforderungen im städtischen Raum von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus betonen die verantwortlichen Behörden, dass die gesamte Neugestaltung auf eine uneingeschränkte Barrierefreiheit ausgerichtet sei, um den Raum für alle Menschen gleichermaßen zugänglich und nutzbar zu machen. Die Investition ziele darauf ab, einen langlebigen und zukunftsorientierten Begegnungsort zu schaffen, der den modernen Anforderungen an urbane Lebensräume entspricht.
Weitere städtebauliche Großprojekte im Zentrum
Die anstehende Neugestaltung des Aristoteles-Platzes reiht sich in eine umfassendere städtebauliche Strategie der Kommune ein, die das Gesicht von Thessaloniki in den kommenden Jahren maßgeblich verändern wird. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, haben die Bauarbeiten für die Sanierung im Bereich der historischen Agia-Sofia-Straße bereits begonnen. Ein weiteres historisch bedeutsames Projekt stehe unmittelbar bevor: In den nächsten Tagen sollen die Arbeiten am Freiheitsplatz (Platia Eleftherias) anlaufen, wo die Errichtung eines zentralen Erinnerungsparks geplant ist.
Neben diesen bereits in Umsetzung befindlichen Vorhaben bekräftigte die städtische Führung ihre Absicht, weitere infrastrukturelle Ankündigungen zeitnah umzusetzen. Dazu zähle unter anderem die Konstruktion eines neuen Holzstegs an der modernen Uferpromenade, der sogenannten Nea Paralia. Des Weiteren seien die systematische Neugestaltung des Dimokratias-Platzes sowie die vollständige architektonische Instandsetzung des Diikitiriou-Platzes feste Bestandteile des laufenden kommunalen Entwicklungsprogramms.