Griechenland – Aufgrund der steigenden Energiepreise, die als direkte Folge des Krieges im Iran gewertet werden, führt die griechische Regierung eine neue Subvention für Kraftstoffe ein. Parallel dazu müssen sich Reisende im Jahr 2026 auf moderate Preisanstiege bei den Sommerferien auf den griechischen Inseln sowie auf bestehende Kreuzfahrtgebühren einstellen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Staatlicher Tankzuschuss von bis zu 60 Euro für die Monate April und Mai.
- Sommerurlaub auf Kreta wird 2026 durchschnittlich um sechs Prozent teurer.
- Familien zahlen für eine Woche All-inclusive auf Rhodos oder Kos etwa 4.500 Euro.
- Kreuzfahrtgebühr von bis zu 20 Euro auf stark frequentierten Inseln wie Mykonos.
- Berlin hisst anlässlich des Welt-Roma-Tages an 13 Rathäusern die Roma-Flagge.
Staatliche Unterstützung an der Zapfsäule
Die finanzielle Entlastung für Autofahrer ist gezielt für die Monate April und Mai vorgesehen und richtet sich an Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Anspruchsberechtigte können den Antrag auf Erstattung der Kraftstoffkosten über ein zentrales Regierungsportal einreichen. Die Authentifizierung erfolgt dabei über die persönlichen Zugangsdaten der Steuerbehörde. Die Auszahlung der bewilligten Beträge wird flexibel abgewickelt und erfolgt entweder über eine digitale Debitkarte oder per klassischer Banküberweisung.
Die genaue Höhe der staatlichen Zuzahlung ist gestaffelt und hängt sowohl vom Fahrzeugtyp als auch vom gemeldeten Wohnort ab. Für Besitzer von Personenkraftwagen beträgt der Zuschuss auf dem griechischen Festland 50 Euro, während Bewohner der Inselregionen von einem erhöhten Satz von 60 Euro profitieren. Bei Motorrädern liegt die finanzielle Unterstützung dementsprechend bei 30 Euro auf dem Festland und bei 35 Euro auf den Inseln.
Urlaubspreise und Mietwagenkosten auf den Inseln
Für den Tourismussektor prognostiziert der aktuelle Reisebericht 2026 des Portals HolidayCheck überschaubare Preissteigerungen für griechische Destinationen. Ein Urlaub auf der Insel Kreta wird im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich sechs Prozent teurer, während Konkurrenzziele wie Mallorca oder Hurghada weitaus stärkere Preisaufschläge verzeichnen. Für Familien bedeutet dies konkret, dass ein einwöchiger All-inclusive-Urlaub auf Rhodos oder Kos rund 4.500 Euro kostet, während für Kreta fast 4.900 Euro einkalkuliert werden müssen. Paare zahlen je nach exaktem Zielort zwischen 2.500 und 2.700 Euro.
Ein wesentlicher Kostenfaktor für Individualreisende bleibt der Transport vor Ort. Ein Mietwagen auf Kreta schlägt aktuell mit durchschnittlich 28 Euro pro Tag zu Buche. Laut Auswertung bietet europaweit lediglich Fuerteventura noch günstigere Tarife an. Zum Vergleich: Auf Mallorca belaufen sich die Kosten für einen Leihwagen auf 31 Euro täglich, in der Region Andalusien müssen Urlauber sogar 35 Euro pro Tag einplanen.
Kreuzfahrtgebühr und Besucherlenkung
Zusätzlich zu den regulären Reisekosten greift in den griechischen Häfen die seit dem vergangenen Sommer etablierte Kreuzfahrtgebühr. Je nach angelaufenem Inselhafen und der jeweiligen touristischen Saison variiert diese Abgabe zwischen einem und 20 Euro. Besonders tief in die Tasche greifen müssen Passagiere in der Hochsaison von Juni bis Ende September auf extrem gefragten Inseln wie Santorin und Mykonos. Die generierten Einnahmen fließen direkt in den Ausbau der lokalen Infrastruktur sowie in touristische Projekte und dienen gleichzeitig als Instrument zur besseren Steuerung der massiven Besucherströme.
Berlin würdigt den Welt-Roma-Tag
Abseits der Entwicklungen in Südeuropa steht der heutige Mittwoch, der 8. April, in der deutschen Hauptstadt im Zeichen der Menschenrechte. Anlässlich des Welt-Roma-Tages weht die Roma-Flagge an 13 Bezirksrathäusern Berlins, darunter in Schöneberg, Mitte, Friedrichshain und Lichtenberg. Zahlreiche Veranstaltungen von Politik und Zivilgesellschaft richten sich aktiv gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma.
Verschiedene Organisationen und Stiftungen beteiligen sich mit eigenen Programmpunkten an dem Aktionstag. Das Roma-Informationszentrum bietet spezielle Workshops sowie Führungen am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas im Tiergarten an. Für den Nachmittag ist ein Demonstrationszug vom Denkmal bis zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz angesetzt. Zudem öffnet im Europäischen Roma-Institut für Kunst und Kultur im Bezirk Mitte die Ausstellung “Gestern ist Morgen” ihre Türen, die traditionelle Handwerkstechniken durch Werke verschiedener Künstler neu interpretiert.